Kammer 2

MORNING IN BYZANTIUM

CHOREOGRAFIE: TRAJAL HARRELL

Inszenierung: Trajal Harrell

Tanz

Das Leben ist vergänglich. Eine falsche Bewegung - und alles könnte vorbei sein. Wie für Eurydike, die von ihrem geliebten Orpheus aus dem Totenreich geführt wird. Beide wissen, wenn er den Blick zu ihr wendet, werden sie nie wieder zusammen sein können. Wie für die Rosen, die ein Gärtner voller Hingabe umsorgt, wissend dass ihre Blüte zerbrechlich und vorübergehend ist. Wie für den Protagonisten des Abends, der bereits so viel erfahren und gesehen hat und nun lustvoll den dritten Frühling seines Lebens begeht. Während sich „Juliet & Romeo“ in der ersten Arbeit des amerikanischen Choreografen Trajal Harrell an den Münchner Kammerspielen noch beinahe jugendlich für den Tod entschieden, ist in „Morning in Byzantium“ das Ende zwar eine Möglichkeit, doch die Entscheidung klar: für das Leben!

Uraufführung am 05. Oktober 2018

pressestimmen

„US-Choreograf Trajal Harrell, weltweit gefragt,wurde schon beim Münchner Dance-Festival 2015 und 2017 gefeiert und ist seitdem umworben von den Münchner Kammerspielen: Nach 'Juliet & Romeo' (2017) hatte nun in der Kammer 2 sein 'Morning in Byzantium' Premiere, wiederum euphorisch bejubelt.“ (Münchner Merkur - Malve Gradinger)

„Harrell […] schwingt sich in ein wiegendes Solo und lässt am Ende seine Crew kreuz und quer durch den Raum hüpfen. Man ist zurück in den Zwanzigern auf dem Monte Veritá und Rudolf von Labans Motto 'Jeder Mensch ist ein Tänzer'. Und das lässt die Glückshormone perlen.“ (Münchner Merkur - Malve Gradinger)

„Ein Spiel mit Häutungen. Nicht nur die immer wieder leichten, fließenden, übereinander geschichteten und dann abgelegten Stoffe stehen für Verletzlichkeit und Entwicklung. Das getanzte Gedicht, mit vielen Fragmenten, ist eine Entpuppungsgeschichte: Rilke-gerahmt ('Orpheus.Eurydike.Hermes') werden Beziehungen in Bewegung gebracht.“ (Frankfurter Rundschau - K. Erik Franzen)

„Walter Hess, dieser unverwüstliche, unprätentiös offene Ensemble-Schauspieler ist der Erzähler der dünnen Wort-Handlung, die von dritten Küssen und Storys aus dem Lande Blah-Blah berichtet. Am Ende tanzt der Skeptiker, der gerne Oversized-Jacken trägt, behände den fulminanten Lebenstanz mit, der die Zuschauer sicher nach Hause trägt.“ (Frankfurter Rundschau - K. Erik Franzen)