Sonstiger Raum

MIUNIKH – DAMASKUS (GESCHICHTEN EINER STADT) / OPEN BORDER ENSEMBLE

MOBILES THEATER FÜR MÜNCHEN UND DAS UMLAND VON JESSICA GLAUSE / IN ARABISCHER, DEUTSCHER UND ENGLISCHEN SPRACHE

Inszenierung: Jessica Glause

Performance

Zwei Städte. München und Damaskus. Beide verändern sich permanent, öffnen und schließen sich. Hier wie dort leben Menschen, deren mögliche Lebensentwürfe sich in den wechselhaften Verhältnissen wandeln. Die geografisch entfernten Realitäten beider Städte verbinden sich durch Personen, Waren und Geschichten, die zwischen ihnen migrieren – wenn sie können. Erzählend flanieren die SchauspielerInnen des Open Border Ensembles zwischen beiden Orten hin und her und verschmelzen ihre Erinnerungen mit der Gegenwart. Sie schaffen eine vorgestellte Stadt, in der es keine Grenzen mehr gibt zwischen dem, was man sieht, und dem, was verborgen liegt. Mit einer mobilen Bühne gehen die Kammerspiele in die Stadt und laden als temporäre Gastgeber auf Marktplätzen und vor Gemeindezentren ins Theater ein. Wo auch immer die mobile Bühne des Open Border Ensemble stehen wird, begleitet sie eine Reihe von Workshops, organisiert in Kooperation mit dem Bellevue di Monaco.

Die Orte in der nächsten Spielzeit werden noch bekannt gegeben.


Begleitend werden an jedem Ort Workshops angeboten. Weitere Infos hier:

Eine Produktion der Münchner Kammerspiele. In Zusammenarbeit mit Bellevue di Monaco. Gefördert durch die Bundeszentrale für politische Bildung. Das Projekt ist Teil des OPEN BORDER ENSEMBLES, gefördert durch die Kulturstiftung des Bundes.

Am 10. und 11. Oktober: Walter-Sedlmayr-Platz, Feldmoching

Archiv:

04. und 05. Mai: Hanns-Seidel-Platz, Neuperlach

25. und 26. Mai: Vor dem Kulturzentrum 2411 / U-Bahn Hasenbergl

05. und 06. Juni: Schweizer Platz / U-Bahn Fürstenried West

29. und 30. Juni: Isargärten / U-Bahn Thalkirchen

Mit

May Al Hares, Maja Beckmann, Majd Feddah, Kinan Hmeidan, Kamel Najma

Inszenierung

Jessica Glause

Bühne

Florian Stirnemann

Kostüme

Mai Gogishvili

Musik

Benedikt Brachtel

Dramaturgie

Johanna-Yasirra Kluhs

Produktionsleitung

Julia Zehl

Künstlerische Leitung und Koordination Open Border Ensemble

Krystel Khoury
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pressestimmen

„Gespielt wird auf einem Hänger, dessen Seitenwände wie bei den Buden auf der Dult von den Darstellern nach oben geklappt werden können. Gespielt wird aber vor allem mit und gegen das alltägliche Treiben auf dem Platz: Dort hastet ein Mann in Tracht zur Bushaltestelle, um den 196er Bus zu erwischen (was ihm gelingt), da führt ein Rentner seinen Hund spazieren, hier bringen zwei Frauen die Einkäufe fürs Wochenende nach hause, Mitten im Leben nimmt sich „Miunikh-Damaskus“ also seinen Platz- und behauptet ihn.Unbedingt subjektiv berichten die fünf von Momentaufnahmen aus beiden Städten, gesprochen wird eine herrliche, jederzeit verständliche Mixtur aus Deutsch, Englisch sowie Arabisch. Die Darsteller zelebrieren München-Klischees (…) und kontrastieren diese immer wieder mit Beobachtungen aus dem Krieg. In Syrien sei glücklich, wer eines natürlichen Todes sterbe- „his Body is still one Piece“. Die syrischen Schauspieler erzählen auch von sich, ihren Ängsten, Wünschen, Träumen.“ (Münchner Merkur, Michael Schleicher)

„Viel Heimweh ist im Spiel. „Du, der in Richtung Heimat fährst“ , heißt es in einem der Songs, „bring mir meinen Schal, denn mir fehlen die Umarmungen und ich zittere alleine in der Kälte“. Die Leute um die es in der Stückentwicklung der Kammerspiele und der der Wohnraum- und Kulturinitiative Bellevue di Monaco geht, sind Wanderer zwischen Syrien und Deutschland. Alle leben sie an einem Zwischenort, in dem Herkunft und Fluchtpunkt zu verschmelzen scheinen: „Miunikh- Damaskus“.“ (Abendzeitung, Mathias Hejny)

„Passanten unterbrechen ihren hastigen Gang über den Platz, bleiben stehen, zunächst amüsiert, dann fasziniert. Das Open Border Ensemble hat sich mitten in der Stadt eine Bühne aufgebaut. Die Münchner Kammerspiele hatten die Idee, Theaterleute als ‚artists in residence‘ einzuladen – aus Ländern, in denen sie unter erschwerten Bedingungen arbeiten.“ (nachtritik.de, Willibald Spatz)

„Theater machen neben Gucci und Chanel? Das kann nun wirklich jeder. Und wohl keiner besser als die Kammerspiele, ist ja schließlich Heimspiel für das Theater an der Maximilianstaße. Theater machen auf öffentlichen Plätzen? Na gut, schon einen Grad schwieriger, aber auch dafür gibt es noch genug Selbstdarsteller. Richtig wichtiges Theater auf öffentlichen Plätzen? Okay, Mic Drop – (öffentliche) Bühne frei für die Kammerspiele!“
(munichmag.de)

Arabic version & Open Border Ensemble Brochure

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