Kammer 1

LANGE NACHT DER NEUEN DRAMATIK 2018

MÜNCHNER FÖRDERPREIS FÜR DEUTSCHSPRACHIGE DRAMATIK: ANNA GSCHNITZER: „FALLEN“, CAREN JESS: „BOOKPINK“, FREDERIK MÜLLER: „DER DEUTSCHEN MUTTER“, DANIJEL SZEREDY: „LERCHELEIN“

Schauspiel

Diesjähriger Preisträger des Münchner Förderpreises für deutschsprachige Dramatik ist Danijel Szeredy mit „Lerchelein“, der Publikumspreis wurde nach Abstimmung durch das Publikum vergeben an Anna Gschnitzer mit „Fallen“. Erstmalig wird auch eine 3-monatige Residenz an den Münchner Kammerspielen an die Autorin Caren Jeß vergeben, die gemeinsam mit dem Residenzprogramm des Kulturreferats im Ebenböckhaus erfolgt.

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Die Lange Nacht der neuen Dramatik steht für das Entdecken! Das Entdecken von Texten, von Autor*innen und von Ideen, die auf die Bühne sollten. Bereits zum 5. Mal wird dieser entdeckerischen Unternehmung, die sonst meist im Hintergrund der Dramaturgien und Verlage stattfindet, eine Öffentlichkeit gegeben. Die multidisziplinär besetzte Jury (s.u.) tagte im Februar diesen Jahres und wählte für die finale Runde folgende Autor*innen aus: Anna Gschnitzer mit „Fallen“, Caren Jeß mit „Bookpink“, Frederik Müller mit „Der deutschen Mutter“ und Danijel Szeredy mit „Lerchelein“. Für die Lange Nacht werden mit Beteiligung des Kammerspiele-Ensembles vier Lesungen entstehen, die ganz bewusst keine Inszenierungen / Uraufführungen sind, denn an diesem Abend soll der Text im Mittelpunkt stehen. Welches Potenzial steckt in den Texten? Welche RegisseurInnen könnten diese wohl inszenieren? Was für eine Richtung, eine Energie, ein Versprechen liegt in ihnen? Unsere Fantasie ist gefragt! Und der Appell: Achtung! Hier sind vier Texte, die auf ihre Uraufführung warten! Auch ein Preisgeld in Höhe von insgesamt 15.000 Euro wird an diesem Abend vergeben, gestiftet von der Edith und Werner Rieder Stiftung. Aufgeteilt in den von der Jury vergebenen Förderpreis (10.000 Euro) und den Publikumspreis (5.000 Euro) wird in diesem Jahr zum ersten Mal auch eine 3-monatige Residenz an den Münchner Kammerspielen vergeben, die gemeinsam mit dem Residenzprogramm des Kulturreferats im Ebenböckhaus erfolgt, das ein Stipendium in Höhe von 1.200 Euro monatlich einschließt.

Wir danken der Edith und Werner Rieder Stiftung für diese großzüge Unterstützung des Vorhabens!

Mit dem Ensemble der Münchner Kammerspiele sowie den Jurymitgliedern Jessica Glause, Dirk Olaf Hanke, Hans-Georg Küppers, Armin Petras, Wiebke Puls / Einrichtung Texte: Jonny-Bix Bongers, Miriam Ibrahim, Felix Lübkemann, Bibiana Picado Mendes

Eine Kooperation des Kulturreferats der Landeshauptstadt München mit dem Drei Masken Verlag und den Münchner Kammerspielen.



"BOOKPINK"
von Caren Jeß

Caren Jeß, *1985 in Schleswig-Holstein, schreibt Dramatik und Prosa. Ihr Interesse gilt sozialen Unterschieden und Abweichungen von etablierten Normen sowie theatralen Aspekten von Wandlung, Humor, Skurrilität und Drastik. Sie studierte Germanistik und Kunstgeschichte sowie Musik und Schauspiel. Zeitweilig erteilte sie Workshops für kreatives Schreiben und Theater in Berliner Justizvollzugsanstalten. 2017 belegte sie den 3. Platz beim Osnabrücker Dramatikerpreis mit „Deine Mutter oder Der Schrei der Möwe“. Gegenwärtig ist sie nominiert für den Retzhofer Dramapreis 2019 mit „Der Popper“.

Mit
Hassan Akkouch
Peter Brombacher
Zeynep Bozbay
Benjamin Radjaipour
Lena Hilsdorf
Marie-Joelle Blazejewski
Sina Dresp
Janus Torp
Einrichtung
Miriam Ibrahim
Bühne und Kostüme
Maike Brunner
Nicole Marianna Wytyczak
Dramaturgie
Katinka Deecke


"FALLEN"
von Anna Gschnitzer

Anna Gschnitzer, 1986 in Innsbruck geboren, aufgewachsen in Südtirol, studierte Vergleichende Literaturwissenschaften an der Universität Wien, sowie Sprachkunst an der Universität für angewandte Kunst. Sie schreibt v.a. Theatertexte und Prosa, und arbeitete mit unterschiedlichen Theatergruppen in der freien Szene, zudem betreut sie Theaterprojekte auch dramaturgisch.

Mit
Nils Kahnwald
Christian Löber
Einrichtung
Felix Lübkemann
Bühne und Kostüme
Nora Stocker
Dramaturgie
Johanna Höhmann


"LERCHELEIN"
von Danijel Szeredy

Danijel Szeredy 1993 in Neapel geboren. Nach dem italienischen Schulabschluss zieht er nach München, wo er seit 2013 als Schauspieler, Tänzer, Performer und Regisseur in der Freien Szene tätig ist. Nebenbei arbeitet er als Büroangestellter und Barkeeper. Seit 2017 studiert er Kulturwissenschaften und ästhetische Praxis in Hildesheim.

Mit
Gundars Āboliņš
Walter Hess
Stefan Merki
Jochen Noch
Annette Paulmann
Einrichtung
Bibiana Picado Mendes
Bühne
Maike Brunner
Kostüme & Video

Nicole Marianna Wytyczak
Dramaturgie
Tarun Kade


"DER DEUTSCHEN MUTTER"
von Frederik Müller

Frederik Müller ist Regisseur, Autor und Performancekünstler. Er ist 29 und lebt in Berlin. Regiestudium an der Akademie für darstellende Kunst Ludwigsburg, Abschluss mit dem Film "I was born to make you happy". Frederik arbeitet mit unterschiedlichen Medien zu radical trans feminism, girl culture, queer marxism und Britney Spears.
Zusammen mit Banafshe Hourmazdi und Golschan Ahmad Haschemi ist er seit 2013 Teil des Performancekollektivs Technocandy. Aktuell entwickeln Technocandy das Stück Toxic am Theater Oberhausen (Premiere am 4.5.2018).

instagram.com/candymisandry
facebook.com/kollektivtechnocandy


Mit
Gro Swantje Kohlhof
Jonny-Bix Bongers
Damian Rebgetz
Barbara Stettner
Samouil Stoyanov
Niklas Herbert Wetzel
Einrichtung
Jonny-Bix Bongers
Bühne und Kostüme
Lili Anschütz
Dramaturgie
Christopher-Fares Köhler

Mit

Hassan Akkouch, Marie-Joelle Blazejewski, Jonny-Bix Bongers, Zeynep Bozbay, Peter Brombacher, Sina Dresp, Walter Hess, Lena Hilsdorf, Nils Kahnwald, Gro Swantje Kohlhof, Christian Löber, Stefan Merki, Jochen Noch, Annette Paulmann, Benjamin Radjaipour, Damian Rebgetz, Barbara Stettner, Samouil Stoyanov, Janus Torp, Niklas Herbert Wetzel, Gundars Āboliņš

Bühne und Kostüme

Lili Anschütz, Maike Brunner, Nora Stocker, Nicole Marianna Wytyczak

Dramaturgie

Katinka Deecke, Johanna Höhmann, Tarun Kade, Christopher-Fares Köhler

Einrichtung Texte

Jonny-Bix Bongers, Miriam Ibrahim, Felix Lübkemann, Bibiana Picado Mendes