Kammer 1

JEWISH CHAMBER ORCHESTRA MUNICH: THE FALL OF THE HOUSE OF USHER

OPER IN ZWEI AKTEN VON PHILIP GLASS // DIRIGENT: DANIEL GROSSMANN, INSZENIERUNG: MANUEL SCHMITT

Musiktheater

Es beginnt mit einem Brief. Roderick Usher bittet darin seinen Jugendfreund William um Hilfe. William kommt der Bitte seines Freundes sofort nach. Doch im Familienschloss der Ushers tragen sich mysteriöse Dinge zu. Sowohl Roderick als auch dessen Schwester Madeline, eine geisterhafte Erscheinung, zeigen Symptome von psychischer und physischer Krankheit. Dann stirbt Madeline - der Anfang vom Untergang des Hauses Usher…

In „The Fall of the House of Usher“ treffen mit dem US-amerikanischen Komponisten Philip Glass und dem Schriftsteller Edgar Allen Poe zwei Meister der Andeutung und der unaufhörlichen Zuspitzung aufeinander. Mit den genial eingesetzten Mitteln der Minimal Music sowie der Horror- und Schauerliteratur entsteht ein Sog, mit dem das Haus Usher in die Vernichtung und das Publikum in den Bann gezogen wird. An welcher Krankheit leiden Roderick und Madeline? In welcher Beziehung stehen die beiden Geschwister und der Erzähler William? Woran starb Madeline? Ist dies alles Wahnvorstellung oder Wirklichkeit? Als Minimal Opera, einer Inszenierung mit minimalen ästhetischen Mitteln, wird diese mysteriöse Geschichte voll offener Fragen in Szene gesetzt.

Das JEWISH CHAMBER ORCHESTRA MUNICH unter der künstlerischen und musikalischen Leitung von Daniel Grossmann trat mit der Kammeroper „The Fall of the House of Usher“ vor 15 Jahren zum ersten Mal in die Öffentlichkeit. Seit seiner Gründung 2005 – damals noch unter dem Namen Orchester Jakobsplatz München – verfolgt das inzwischen international agierende Kammerorchester sein Ziel, eine lebendige jüdische Gegenwartskultur zu schaffen und in der Gesellschaft zu verankern.

Auch für den jungen Regisseur Manuel Schmitt ist es bereits die zweite Auseinandersetzung mit dem wohl berühmtesten Vertreter der Minimal Music. Sein Regiestudium für Musik- und Sprechtheater an der Theaterakademie August Everding in München schloss Manuel Schmitt 2013 mit einer Inszenierung von Glass' „Galileo Galilei“ ab. Seitdem begeistert er mit Inszenierungen u.a. an der Bayerischen Staatsoper, am Musiktheater im Revier, Staatstheater Nürnberg, Theater Trier sowie in der LuegArena (Schweiz).


Mit Michal Prószynski, Jan Bukowski, Mengqi Zhang Libretto Arthur Yorinks