Kammer 1

JAHRHUNDERTBRIEFE

Gelesen von Schauspieler*innen der Münchner Kammerspiele


Längst schon sind an die Stelle der kontinuierlichen Briefwechsel andere Formen des Austauschs getreten, wurden sie durch schnellere Kommunikationsformen ersetzt. Wie sich Kommunikation und damit auch menschliche Verbindungen verändern und verändert haben, scheint mit Blick auf die Vergangenheit bis heute offensichtlicher denn je. Wo verdichteten sich Geist, Unmittelbarkeit und zeitgeschichtliche Sensibilität in so hohem Maße wie in einigen Briefwechseln deutschsprachiger Künstler und Intellektueller des 20. Jahrhunderts? Und dennoch: Auch heute noch werden Briefe geschrieben. In welchen Situationen, unter welchen Umständen ist das Medium des Briefes das bewusst Gewählte? Wer schreibt noch oder wieder Briefe? Welche Briefwechsel sind so bedeutsam, einzigartig, dass sie wieder oder neu erscheinen, bewahrt werden? Einer ausgewählten Vielfalt dieser Briefe Aufmerksamkeit zu widmen, den Stimmen, die aus ihnen sprechen zuzuhören, dazu laden die Jahrhundertbriefe auch in der nächsten Spielzeit ein.

Die nächsten Termine:

Lion Feuchtwanger und Arnold Zweig – Briefwechsel 1933 bis 1958, es lesen: Walter Hess und Jochen Noch am 7. Dezember

„Ein Quentchen Wahn beigemischt“ (Adorno) / 50 Jahre „1968“ – Korrespondenzen aus der Apo-Zeit, es lesen: Peter Brombacher, Nils Kahnwald & Wiebke Puls, Einführung: Norbert Frei am 11. Januar


Konzeption: Dr. Rachel Salamander

Eine Zusammenarbeit der Münchner Kammerspiele und der Literaturhandlung.