Kammer 2

HOT PEPPER, AIR CONDITIONER AND THE FAREWELL SPEECH

von Toshiki Okada

Inszenierung: Toshiki Okada

Schauspiel

Der japanische Regisseur und Autor Toshiki Okada untersucht in seiner Trilogie „Hot Pepper, Air Conditioner and The Farewell Speech“ die zeitgenössische japanische Arbeitswelt. In den letzten Jahren versuchte die japanische Regierung durch Privatisierungen das stagnierende Wirtschaftswachstum wiederzubeleben und gegen die erstmals in der Geschichte des Landes wachsende Arbeitslosigkeit anzugehen. Bisher ohne dauerhaften Erfolg. Okada begegnet der wirtschaftlich-politischen Realität, indem er liebe- und humorvoll die Menschen hinter den Statistiken zeigt: Die vom Verlust ihrer Jobs bedrohten Leiharbeiter unterhalten sich vor allem über das Lokal für die Abschiedsfeier ihrer entlassenen Kollegin (und vielleicht auch die eigene). Die Festangestellten nutzen ihre Arbeitspause für erotische Annäherungen im Gespräch über die Temperatur der Klimaanlage. Und die entlassene Mitarbeiterin selbst bedankt sich ausufernd für die zugestandene (Arbeits-)Zeit. Niemand spricht offen aus, was er / sie denkt und doch wird es sichtbar. Besonders in den choreografisch analysierten Körpern der Sprechenden. Toshiki Okada, einer der wichtigsten zeitgenössichen Künstler Japans, adaptiert seine zuerst 2009 mit der „chelfitch“-Kompanie geschaffene und durch die ganze Welt gereiste Inszenierung in seiner ersten Regiearbeit in Europa mit dem Ensemble der Kammerspiele.

„Hot Pepper, Air Conditioner and the Farewell Speech“ - in der deutschen Übersetzung von Andreas Regelsberger.


Mit

Anna Drexler, Christian Löber, Hassan Akkouch, Julia Riedler, Samouil Stoyanov, Thomas Hauser

Inszenierung

Toshiki Okada

Bühne

Dominic Huber

Kostüme

PERRET SCHAAD

Video

Takaki Sudo, Takaki Sudo

Licht

Christian Schweig

Dramaturgie

Makiko Yamaguchi, Tarun Kade

Premiere am 24. Juni 2016

pressestimmen

„Dabei sind die hoch konzentrierten, exakten Bewegungen nie einfach illustrativ. Sie erzählen eigene Geschichten, vom durchgetakteten Arbeitsrhythmus, von Sehnsüchten, von verbotenem Zorn.“ (Süddeutsche Zeitung)

„Durch die sehr persönliche Note werden die Figuren in ihrer Schwäche nie vorgeführt, im Gegenteil, sie sind einem erstaunlich nah.“ (Süddeutsche Zeitung)

„'Hot Pepper' ist ein kraftvoller, vielschichtiger Abend“ (Süddeutsche Zeitung)