Kammer 2

HOCHDEUTSCHLAND

NACH DEM ROMAN VON ALEXANDER SCHIMMELBUSCH, INSZENIERUNG: CHRISTOPHER RÜPING

Schauspiel

Man kann ihn als eine Antwort auf Houellebecqs „Unterwerfung“ lesen: Schriftsteller Alexander Schimmelbusch hat einen neuen Roman geschrieben, er heißt „Hochdeutschland“ und wird von Lesern genauso wie von Kritikern als Literatur zur Gegenwart gefeiert. Der Roman handelt von Victor, 39, Multimillionär. Er arbeitet als Investmentbanker, ist Miteigner der Frankfurter „Birken Bank“ und lebt in einer Villa im Taunus. Gelangweilt und saturiert träumt er von einer bürgerlichen „normalen“ Existenz. Er möchte ausbrechen, sieht Karrieremöglichkeiten in der Politik und schreibt ein Manifest, das das System angreift, mit dem er selbst reich geworden ist. Er will einen Sozialstaat aufbauen, den Wohlstand umverteilen und eine Vermögensgrenze von 25 Millionen Euro pro Bürger einrichten. Victor wird zum Antikapitalisten. Einfach, weil es geht und Erfolg verspricht.

Hausregisseur Christopher Rüping wird „Hochdeutschland“ in der kommenden Spielzeit inszenieren.