Kammer 3

ES WIRD IMMER BESSER

„Es wird immer besser“ präsentiert anlässlich des Zukunftsschwerpunktes rund um die Uraufführung von Reinhard Jirgls „Nichts von euch auf Erden“ in vier Folgen zeitgenössische künstlerische Positionen, in denen Zukunft als Möglichkeitsraum untersucht wird. Was könnte anders sein? Und wie?


07. JUNI: ES WIRD IMMER BESSER #3: KOLLABORATION

Lesung, Screening und Gespräch mit Daniel Hoesl und Timo Feldhaus

Bei Kollaboration denkt man schnell an Zusammenarbeit mit dem Feind. Kollaboratives Arbeiten muss aber nicht opportunistisch sein. Der Filmregisseur Daniel Hoesl, ehemals Regieassistent Ulrich Seidls, hat dafür einen Verein gegründet: European Film Conspiracy. Zusammen erarbeiten sie Filme: nach „Soldate Jeannette“ (2013) nun „WINWIN“, den Film zu den Panama Papers. Timo Feldhaus hat als Redakteur von Spike Art Quarterly die Online-Präsenz des Magazins mitentwickelt und leitet sie seitdem. Er beschäftigt sich mit phänomenartigen Kollaborationen zwischen Kunst, Lebensart und Mode. Wie wollen wir zusammen arbeiten? „Es gibt kein Risiko“ (WINWIN).

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WINWIN von Daniel Hoesl HD Trailer from Stadtkino Filmverleih on Vimeo.



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27. MAI: ES WIRD IMMER BESSER – SPECIAL: The Bauhaus Files

Screening, Gespräch & Buchvorstellung mit Olaf Nicolai

Der Künstler Olaf Nicolai bespielte nicht nur 2015 den Deutschen Pavillon bei der Biennale in Venedig, sondern ist auch Professor von Jan Erbelding, Jonas Münch und Florian Westphal an der Akademie für Bildende Künste in München. Die drei bieten seit 8 Monaten allen Freunden von Martini Dry und spätem Aufstehen eine Zuflucht in der Bar der Kammerspiele. Nun laden sie ihren Lehrer ein, am letzten Wochenende ihres Wirkens sein gerade bei Spector Books erschienenes Bauhaus-Buch in ihrer Bar zu präsentieren. Im Gespräch mit Kammerspiele-Dramaturg Tarun Kade erklärt Olaf Nicolai, was immer besser wird. Außerdem: Filmausschnitte aus seiner Bauhaus-Serie, Getränke, Musik.


Ab 21 Uhr in der Bar, kein Eintritt




09. MAI: ES WIRD IMMER BESSER #2: HYPERSTITION

Filmscreening und Gespräch mit Christopher Roth und Armen Avanessian, Film in englischer Sprache

„Believe the Hype! Alles was sie schon immer über Spekulativen Realismus, Akzelerationismus oder Xenofeminismus wissen wollten.“ - Der Künstler Christopher Roth hat gemeinsam mit dem Philosophen Armen Avanessian einen Film gedreht: „Hyperstition“. Eine Idee wird zu Wirklichkeit, die Zukunft wird in der Gegenwart wirksam. Christopher Roth zeigte zuletzt in der Berliner Galerie Esther Schipper die Arbeit „Blow Up“. Er ist Regisseur des Films „Baader“ und Mitbegründer der Reihe „80*81“. Armen Avanessian gibt im Merve Verlag die Reihe „Spekulationen“ heraus und bewegt sich mit seiner theoretischen Arbeit im Bereich zwischen Kunst und Wissenschaft. Im Rahmen des Zukunftsschwerpunkts rund um die Uraufführung „Nichts von euch auf Erden“ präsentieren Roth und Avanessian ihre gemeinsame Arbeit nun an den Kammerspielen.


HYPERSTITION – Trailer

Featuring: Armen Avanessian, Elie Ayache, Ray Brassier, Iain Hamilton Grant, Helen Hester, Deneb Kozikoski, Robin Mackay, Steven Shaviro, Benedict Singleton, Nick Srnicek, Christopher Kulendran Thomas, Agatha Wara, Pete Wolfendale, and Suhail Malik in 2026.

Appearances: Georg Diez, Anke Hennig, Tom Lamberty, Nick Land, Quentin Meillassoux, Reza Negarestani, Björn Quiring, Patricia Reed, Tom Streidl, James Trafford, Jeanne Tremsal, Alex Williams, and Slavoj Žižek.

Title sequences/Intermissions 2026: Diann Bauer
Drawings: Andreas Töpfer
Music: Cosimo Barnet

a film by Christopher Roth in collaboration with Armen Avanessian
(100 minutes including an 8minute break)

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04. APRIL: ES WIRD IMMER BESSER #1
Lesung, Screening und Gespräch mit Britta Thie und Leif Randt

In der ersten Folge waren Britta Thie (*1987) und Leif Randt (*1983) zu Gast, beide der letzten Generation zugehörig, die noch in ein Leben vor dem Internet hineingeboren wurde. In einer Zeit, in der Kritik und Konsum keine Gegensätze mehr sind, reflektieren sie in ihren Arbeiten die eigene Lebensweise. Non-digital-natives zwischen nostalgischer Weltflucht und beschleunigtem Gestaltungswillen.

Britta Thie produzierte zuletzt für die Schirn Kunsthalle Frankfurt die autobiografische Webseries „Translantics“ und führte sie als Einzelausstellung im Kunstverein Göttingen installativ weiter. „Translantics“ wurde als Portrait einer selbstbezogenen Kreativgeneration kontrovers diskutiert und zu Festivals in u.a. New York, Paris und Berlin eingeladen. Leif Randt ist Autor der Romane „Leuchtspielhaus“, „Schimmernder Dunst über CobyCounty“ und „Planet Magnon“. Er beschäftigt sich in seinen Texten mit zeitgenössischen und utopischen Formen von Emotionalität und gilt als einer der stilbildenden Autoren seiner Generation.

In den Münchner Kammerspielen begegneten sie einander zum ersten Mal vor Publikum und hatten zuvor verlauten lassen, dass sie bei dieser Gelegenheit ja vielleicht ein bisschen unveröffentlichtes Material austesten könnten.


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Dramaturgie

Tarun Kade