Kammer 2

ES IST IN DEN FELDERN SICHTBAR / ESTA ESCRITA EN SUS CAMPOS

VON LAGARTIJAS TIRADAS AL SOL, IN SPAN. SPRACHE MIT DT. ÜBERTITELN

Performance

Das Kollektiv Largatijas Tiradas al Sol wurde 2003 von Luisa Pardo und Gabino Rodríguez ins Leben gerufen. Es zählt zu den bekanntesten und international erfolgreichsten Theatergruppen Mexikos. Die Mitglieder verfolgen das Ziel, ihre Arbeit mit dem Alltagsleben zu verbinden, künstlerischen Sinn im Gewöhnlichen zu finden und zu artikulieren. Largatijas Tiradas al Sol machen sozio-politisches Theater, das sich dokumentarisch mit den Biographien von Menschen beschäftigt. Das Persönliche ist immer im Zusammenhang mit kollektiver Geschichte, dem Überindividuellen zu lesen.

In dem Stück „Es ist in den Feldern sichtbar” wendet sich die Gruppe dem in Mexiko nach wie vor brisanten Thema des „Narcotrafficking“ zu. Die Produktion ist das Resultat eines langen Prozesses historischer Forschung und der Versuch, die Geschichte und Entwicklung des Drogenhandels der letzten hundert Jahre zu verstehen. Der als Monolog gestaltete Text geht der Frage nach, inwiefern die unrühmliche Karriere, die der Drogenhandel in dem Land gemacht hat, mit der Politik der Prohibition zusammenhängt. Warum hat sich die Entwicklung in den vergangenen zehn Jahren auf so unglaubliche Weise radikalisiert?

Heute ist eine größere Bandbreite an illegalen Substanzen im Umlauf als je zuvor, flankiert von einem Anstieg des Konsums und einer verschärften Bereitschaft zu unmenschlicher Gewalt. Paradoxerweise hatte der „Krieg gegen die Drogen“ auch zur Folge, dass Kartelle ihre Macht auch innerhalb der Regierung stabilisiert und sogar gesteigert haben. “Es ist in den Feldern lesbar“ ist der „Versuch, die Landkarte eines Gebiets zu entwerfen, das ich so nicht mehr kenne. Die Erzählung einer Geschichte, die mir fremd ist. Meine Rückgewinnung eines Landes“, schreibt Francisco Barreiro, der Autor dieser Produktion, über seine Arbeit.



EIN PROJEKT VON
Francisco Barreiro BERATUNG Gabino Rodríguez, Luisa Pardo, David Gaitán, Anabella Pareja und Mauricio Hernández ASSISTENTIN Mariana Villegas BELEUCHTUNG Sergio López Vigueras, Marcela Flores und Juanpablo Avendaño VIDEO, ANIMATION UND ISADORA Carlos Gamboa und Esteban Azuela MASKE Gabriela Sánchez LIEDER “El Tigre” TONGESTALTUNG Maurcio Villalba FOTOGRAPHIE Cristina Cerda PRODUKTION Lagartijas Tiradas al Sol


Teil von ENDSTATION SEHNSUCHT – THEATER IN MEXIKO: EIN FESTIVAL ÜBER FLUCHT, IDENTITÄT UND DIE DARSTELLBARKEIT VON GEWALT.

22. bis 27. November in allen Kammern

Kuratiert von Christoph Gurk und Ilona Goyeneche. In Kooperation mit dem Goethe-Institut Mexiko. Gefördert durch die Kulturstiftung des Bundes. Mit Unterstützung von Secretaría de Cultura de México, dem Goethe-Institut München und dem Instituto Cervantes.



Neben dem Ticket für die einzelne Veranstaltung ist an der Tageskasse auch ein FESTIVALPASS erhältlich.

FESTIVALPASS (für 6 Tage): 60 Euro / erm. 40 Euro

Zum gesamten Programm geht es hier.