Kammer 3

DU MUSST DEIN LEBEN ÄNDERN?

Symposium zur Optimierung im Zeitalter der Machbarkeit, mit Gebärdendolmetscher, Eintritt frei

Wer von Inklusion spricht, darf von ihren gesellschaftlichen Bedingungen nicht schweigen. Themen des Symposiums sind Pränataldiagnostik, gesellschaftliche Exklusion, Sterbehilfe, Körper 2,0, Kunst und Leben, Robotik, und Romantik. Vier Perspektiven - die ethische, ästhetische, philosophische und gesellschaftspolitische - auf die Grundmuster unserer Epoche: Optimierung und Machbarkeit, Exklusion und Selektion.
Drei Tage Gespräche, Vorträge, Lesungen und künstlerische Darbietungen – u.a. „Qualitätskontrolle“ von Rimini Protokoll sowie die Video-Installation „Avatar als Prothese“ von Gretta Louw.
Orte: Kammer 3, Conviva im Blauen Haus, Kammer 2.

Freie Platzwahl
Freier Eintritt zu allen Veranstaltungen, mit Ausnahme von "Qualitätskontrolle"
Verbindliche Anmeldung ab 30. November 2015 unter:
wasgeht@muenchen.de oder 089/233-23373

Barrierefrei
Rollstuhlplätze mit Voranmeldung
Mit Gebärden-Dolmetscher

Kulturreferat der Landeshauptstadt München in Zusammenarbeit mit den Münchner Kammerspielen, dem Institut Français München und Bayern 2/Redaktion Gesellschaft und Familie. In Kooperation mit der Akademie der Bildenden Künste München, Klasse Senta Connert und Klasse Res Ingold und dem Conviva im Blauen Haus


Freitag, 15. Januar 2016

17.00 Uhr
Begrüßung durch den Kulturreferenten Hans-Georg Küppers

17.15 Uhr
Einführung in das Programm durch Tobi Müller

17.30 Uhr
Der neue Mensch - Eröffnungsvortrag von Jens Jessen
Befreit von allen Fesseln der Natur: Ein Blick auf die Debatten um Social Freezing, Gendertheorie und Sterbehilfe.

19.00 Uhr
„Qualitätskontrolle“ von Rimini Protokoll, Kammer 2
Im Anschluss: Künstlergespräch, Kammer 2

Tobi Müller ist freier Kulturjournalist und schreibt vorwiegend über Theater- und Popthemen.
Jens Jessen ist Journalist (DIE ZEIT) Publizist und Kritiker.



Samstag, 16. Januar 2016
Impulsreferate und Gesprächsrunden

11.00 Uhr
Die Macht der Verinnerlichung - von Andreas Bernard

11.30-13.00 Uhr
Wert versus Würde

Werteerosion durch genetische Frühdiagnostik? Über Risiken und Nebenwirkungen der Qualitätskontrolle am Lebensanfang - von Franz-Josef Bormann

Die Überflüssigen - von Stefanie Carp


Im Anschluss Gespräch. Moderation: Matthias Drobinski

13.00-14.00 Uhr
Mittagspause

14.00 Uhr
Die Inklusion der gerade noch Davongekommenen - von Oliver Tolmein

Im Anschluss Gespräch und Publikumsdiskussion über Sterbehilfe und Selbstbestimmung mit Oliver Tolmein und Gerbert van Loenen.

16.00-16.30
Kaffeepause

16.30-18.00 Uhr
Das Theater mit der Behinderung
Eine Gesprächsrunde mit Jonas Zipf, Gisela Höhne und Peter Radtke

Moderation: Tobi Müller

19.00 Uhr
„Qualitätskontrolle“ von Rimini Protokoll, Kammer 2 (Spielhalle)

20.30 Uhr The Choolers Konzert

Andreas Bernard ist Professor für Kulturwissenschaften an der Leuphana-Universität, Lüneburg.
Franz-Josef Bormann ist Professor für katholische Moraltheologie und Mitglied der Zentralen Ethikkommission bei der Bundesärztekammer.
Stefanie Carp ist freie Dramaturgin.
Matthias Drobinski ist Journalist bei der Süddeutschen Zeitung, Redaktion Innenpolitik.
Gisela Höhne ist Regisseurin, Gründerin und Intendantin des Theaters RambaZamba.
Gerbert van Loenen ist freier Journalist und Autor, er war bis zum Juni 2014 stellvertretender
Chefredakteur der niederländischen Zeitung Trouw in Amsterdam.
Peter Radtke ist Schauspieler und promovierter Romanist.
Rechtsanwalt Oliver Tolmein ist Mitbegründer der Kanzlei Menschen und Rechte und Journalist.
Oliver Tolmein ist Journalist und promovierter Jurist sowie Mitbegründer der Kanzlei Menschen und Rechte
Jonas Zipf ist freier Dramaturg und zuletzt Schauspieldirektor am Staatstheater Darmstadt.
Unter dem Namen The Choolers verbinden Künstler mit mehr und weniger Behinderung aus Frankreich und Belgien TripHop, Einflüsse von Tom Waits, Barjazz und Hardcore zu formensprenger Musik.


Sonntag, 17. Januar 2016

Lesungen, Impulsreferate, Gesprächsrunden

11.00 Uhr
Lesung mit David Wagner: Leben

11.30-13.00 Uhr
Werden Körper »machbar«?

Körper 2.0 ? Über die technische Erweiterbarkeit des Menschen - von Karin Harrasser .

Die technologischen Herausforderungen der Humanität - von Julian Nida-Rümelin

Mensch und Maschine. Philosophisch-Anthropologische Reflexion eines kontrastiven
Verhältnisses - von Janina Sombetzki

Im Anschluss Podiumsdiskussion mit Karin Harrasser, Julian Nida-Rümelin und Janina
Sombetzki. Moderation: Tobi Müller

13.00-14.00 Uhr
Mittagspause

14.00 Uhr
Dok Dich - Dokumentationen des Selbst. Von Laura de Weck

14.30 Uhr
Sterben im historischen Wandel: Die Sehnsucht nach dem frei gestalteten Tod
Von Thomas Macho

Nach dem Tod beginnt das Leben – Das Ende des Subjekts in Post-Internet-Pop. Von Jens
Balzer

Moderation: Tobi Müller

15.30 Uhr
Abschlussgespräch

16.00 Uhr
Klaus Beyer Konzert

Jens Balzer ist Popkritiker und stellvertretender Leiter des Feuilletons der Berliner Zeitung.
Klaus Beyer interpretiert die Lieder seiner Lieblingsband, The Beatles, auf Deutsch.
Er lebt und arbeitet als Filmemacher, Komponist und Poet in Berlin.
Karin Harrasser ist Professorin für Kulturwissenschaft an der Kunstuniversität Linz.
Thomas Macho ist Professor für Kulturgeschichte an der Humboldt-Universität zu Berlin.
Julian Nida-Rümelin ist Ordinarius für Philosophie und politische Theorie an der Ludwig-
Maximilians-Universität.
Janina Sombetzki ist praktische Philosophin und wissenschaftliche Mitarbeiterin am
Philosophischen Seminar der Christian-Albrechts-Universität zu Kiel.
David Wagner ist Schriftsteller: Für sein Buch «Leben» wurde ihm 2013 der Preis der Leipziger Buchmesse verliehen.
Laura de Weck ist Regisseurin, Bühnenautorin und Schauspielerin.