DRAUßEN IST NUR DER TOD

Lesung und Buchpremiere. „Die Palmen am Strand von Acapulco, sie nicken: Eine endlose Geschichte über den Tod in einer fremden Welt.“

Am 12. Mai in Kammer 4


Hinter dem langen Titel des ersten Buches der Berliner Autorin Charlotte Krafft – welches im Korbinian Verlag erschienen ist – stecken elf mal kürzere, mal längere Erzählungen, die vor allem eins eint: sie sind irgendwie weird, seltsam. Es tauchen auf: unverlässliche Erzählerinnen, Schneekugel gewordene Vergewaltiger, Zombies, ein Kindstod, einsame Frauen, Monster, Weissagungen und viele doppelte Böden. Genauso wie uns dieser Erzählband die Möglichkeit gibt, mit den Erzählerinnen an weit entfernte, fremde Orte zu reisen, zeigt er uns auch auf, wie frustrierend Existenz sein kann, wenn man sich gefangen im eigenen Egozentrismus wiederfindet. Dieses Buch ist eine Liebeserklärung ans Erzählen, Fabulieren, Erfinden und in Gedanken reisen. Die von Zeynep Bozbay, Vincent Redetzki, Michaela Steiger und der Autorin herself Charlotte Krafft vorgelesene Geschichte ist eine von diesen elf Geschichten aus dem Erzählband und heißt: „Draußen ist nur der Tod“. Erzählt wird von einer Familie (?), jedenfalls von einer Gemeinschaft von Menschen, die in einer Höhle sitzen und von dort hinaus in eine untergegangene Welt schauen, in der nur noch „Zombies“ draußen unterwegs sind. 2019 im November geschrieben, ohne eine Ahnung von der Gegenwart, und dennoch gruselig aktuell.

„Ich wünschte das Leben wäre ein Kinderwagen und die Welt ein ewiger Winter, und ich würde in dem Kinderwagen liegen und durch den Winter fahren, und müsste gar nichts tun außer gucken, schlafen und brabbeln.“


Mit Zeynep Bozbay, Vincent Redetzki, Michaela Steiger, Charlotte Krafft Regie Bonn Park Regieassistenz Jakob Wittkowsky Video Amon Ritz

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