Kammer 2

DON'T FORGET TO DIE

EIN THEATERPROJEKT ÜBER DAS STERBEN / KONZEPT UND REGIE: KAREN BREECE

Inszenierung: Karen Breece

Gastspiel

Wenn etwas im Leben gewiss ist, dann der Tod. Aber wann wird er kommen? Was ist danach? Und wie lebt man bis dahin ein erfülltes Leben? Fünf Menschen im Alter von 74 bis 94 Jahren suchen nach Möglichkeiten, sich mit dem eigenen Tod auseinanderzusetzen. Auf einer Theaterbühne. Die Regisseurin Karen Breece hat über ein Jahr hinweg Gespräche mit Menschen über ihr bevorstehendes Ende geführt und daraus einen Text entwickelt, der sich im Grenzbereich von Erinnerung und Hoffnung, Realität und Fiktion bewegt. „Don’t Forget To Die“ feierte seine Uraufführung vor einem Jahr im HochX, wo es achtmal vor ausverkauftem Haus gespielt wurde.

Mit: Livia Hofmann-Buoni (79), Rosemarie Leidenfrost (94), Uta Maaß (90), Christof Ranke (79) und der Schauspielerin Ursula Werner (74)

Bühne: Eva Veronica Born, Kostüme: Teresa Vergho, Dramaturgie: Tobias Staab, Text: Karen Breece und Ensemble, Video: Sophie Averkamp, Sound: Mathis Mayr / Pain Perdu, Licht: Max Kraußmüller, Licht- / Videotechnik: Rainer Ludwig, Diana Dorn, Ton: Florian Westermeier, Produktion: ehrliche Arbeit – freies Kulturbüro, Regieassistenz: Lea Kappl, Ausstattungsassistenz: Melinka Pixis

Eine Produktion von Karen Breece, gefördert durch das Kulturreferat der Landeshauptstadt München und den Bezirk Oberbayern. In Kooperation mit der Evangelischen Stadtakademie München, AETAS Lebens- und Trauerkultur GmbH und Co KG und dem Hospizdienst DaSein e.V. In Kooperation mit dem HochX Theater und Live Art.

Inszenierung

Karen Breece

Hinweis – Eine weitere Arbeit der Regisseurin wird gerade in München gezeigt: „Oradour“

Am 10. Juni 1944, vier Tage nach der alliierten Landung in der Normandie, verüben Soldaten der 2. SS-Panzer-Division „Das Reich“ im französischen Oradour-sur-Glane das zahlenmäßig größte deutsche Kriegsverbrechen des Zweiten Weltkriegs in Westeuropa. Die rund 150 Tatbeteiligten ermorden 642 Einwohner des Dorfes. Die Männer werden erschossen. Die Frauen und Kinder, die mehr als die Hälfte der Opfer ausmachen, werden in einer Kirche zusammengetrieben, die von den deutschen Soldaten beschossen und in Brand gesetzt wird. Viele von ihnen verbrennen bei lebendigem Leib. Bis heute wurde keiner der Täter vor einem bundesdeutschen Gericht angeklagt. In dem Theaterprojekt ORADOUR begibt sich die Regisseurin Karen Breece auf die Suche nach den Konsequenzen des Massakers für die Opfer, die Tatbeteiligten und ihre Nachfahren. Gleichzeitig reflektiert ORADOUR unseren heutigen Umgang mit der deutschen NS-Geschichte: Gibt es gegenwärtig einen Überdruss an der Aufarbeitung des Vergangenen? Wie können sich die Generationen der Gegenwart überhaupt von Verbrechen ihrer Eltern, Großeltern oder Urgroßeltern betroffen fühlen?

Uraufführung: 15.02.2018
Weitere Vorstellungen: 16.02., 17.02., 23.02., 24.02.2018
Beginn: jeweils 20 Uhr
HochX, Entenbachstraße 37, 81541 München Eintritt: 18/10 EUR, Karten über alle Vorverkaufsstellen von München Ticket und www.muenchenticket.de, Restkarten an der Abendkasse

Eine Koproduktion mit den Münchner Kammerspielen