Kammer 1

DIONYSOS STADT

WEITERE DATEN BIS JANUAR IM VORVERKAUF / DAUER CA. 10 STUNDEN, VERPFLEGUNG VOR ORT IST MÖGLICH (BITTE RESERVIEREN)

Inszenierung: Christopher Rüping

Schauspiel

10 Stunden Theater über die Probleme von Menschen, die vor 2500 Jahren gelebt haben? Die sich an Prometheus, Achill, Kassandra, Elektra und Odysseus abarbeiten? Die Macht der Götter, der Fluch der Atriden, unauflösliche Konflikte, nicht enden wollende Kriege. Doch die nicht ganz so alten Griechen wollen nicht länger Opfer des Schicksals sein, von äußeren Zwängen determiniert werden, die ständig und unausweichlich über sie hineinbrechen. Sie treten in Konflikt mit den Göttern und der Welt der Mythen, beginnen zu hadern, auch wenn jeder Ausweg zunächst der Falsche zu sein scheint, schuldbeladen und fatal. Heute haben die Menschen andere Probleme, oder? Aber die erste Demokratie der Welt, die im 5. Jahrhundert v. Chr. in Athen entstand, verhandelte diese Themen im Theater, das Volksfest und -versammlung zugleich war: ein Kult der kollektiven Emanzipation. Das damalige Publikum in Athen eignete sich in Tragödien, Komödien und Satyrspielen die alten Stoffe an, machte sie erlebbar und überwindbar. Hausregisseur Christopher Rüping und die Schauspielerinnen und Schauspieler der Münchner Kammerspiele vergegenwärtigen nun ihrerseits die Figuren, Texte und politischen Umstände des griechischen Dramas und nähern sich den Fragen und Konflikten der Antike aus zeitgenössischer Perspektive.


HINWEIS: Scrollen Sie bis zum Ende der Seite, um das Abendprogramm als PDF zu finden.


PAUSENZEITEN & VERPFLEGUNG

SamstagSonntag
1. Teil13:00 – 14:55 Uhr
12:00 – 13:55 Uhr
Pause14:55 – 15:35 Uhr13:55 – 14:35 Uhr
2. Teil15:35 – 18:00 Uhr
14:35 – 17:00 Uhr
Pause18:00 – 19:15 Uhr
17:00 – 18:15 Uhr
3. Teil19:15 – 21:15 Uhr
18:15 – 20:15 Uhr
Pause21:15 – 21:45 Uhr
20:15 – 20:45 Uhr
4. Teil21:45 – 22:45 Uhr
20:45 – 21:45 Uhr

Die Zeitangaben sind ungefähr und können variieren. Verpflegung vor Ort ist in den drei Pausen möglich (leider nicht im Preis inbegriffen, bitte reservieren). Menübuchungen für die große Pause können ab Mitte September für unsere Gastronomien Kulisse und Conviva vorgenommen werden. Preise: 15 bis 20 Euro zzgl. Getränke. In den kleinen Pausen gibt es Fingerfood von Serkan Tunca im Foyer.


DIONYSOS STADT / Münchner Kammerspiele from Münchner Kammerspiele on Vimeo.


Karten bereits im Vorverkauf bis Januar 2019:

24. November 2018, 13 – ca. 23 Uhr und 25. November 2018, 12 – ca. 22 Uhr

29. Dezember 2018, 13 – ca. 23 Uhr und 30. Dezember 2018, 12 – ca. 22 Uhr

05. Januar 2019, 13 – ca. 23 Uhr und 06. Januar 2019, 12 – ca. 22 Uhr

Mit

Maja Beckmann, Peter Brombacher, Majd Feddah, Nils Kahnwald, Gro Swantje Kohlhof, Wiebke Mollenhauer, Benjamin Radjaipour

Live-Musik

Matze Pröllochs

Inszenierung

Christopher Rüping

Bühne

Jonathan Mertz

Kostüme

Lene Schwind

Video

Susanne Steinmassl

Musik

Jonas Holle, Matze Pröllochs

Licht

Stephan Mariani, Christian Schweig

Dramaturgie

Valerie Göhring, Matthias Pees

Host und Environment

Felix Lübkemann

Präsentiert von

ego FM
  • Thumb egofm logo 2016 rz 4c white transparent

Premiere am 06. Oktober 2018

pressestimmen

Falls Sie es nicht so gut ertragen, wenn Kritiker ins Schwärmen geraten, dann lesen Sie jetzt besser nicht weiter. Das Leben ist ja schwierig genug. Wenn Sie aber verstehen - oder zumindest eine leise Ahnung bekommen - wollen, warum sich Menschen zehn Stunden am Stück in ein Theater setzen, warum sie danach zu zehnminütigen, glückstaumeligen Standing Ovations aufspringen und warum man jetzt am liebsten gleich alles sehen möchte, was dieses Haus und dieses Ensemble zu bieten haben, dann, ja dann könnten sich die Paar Minuten Lektüre für Sie vielleicht doch lohnen...“ (Hier geht es zur vollständigen Kritik von Alfred Schlienger - Republik)

Dieses Projekt will primär keine Aufbereitung antiker Stoffe für die Jetztzeit sein, sondern ist eine Formstudie, interessiert am Geist des Theaters, an diesem spezifischen Modus des Erlebens, der beweist, dass Theatersehen Rausch sein kann. Wenn es nach zehn Stunden, in denen kaum jemand gegangen ist, weitere zehn Minuten Standing Ovations gibt, dann haben Rüping und sein Team dabei sehr viel richtig gemacht. 'Dionysos Stadt' ist nicht nur ein Stück, das man sehen sollte, sondern sich auch gut zweimal anschauen kann.“ (nachtkritik.de - Maximilian Sippenauer)

„Christopher Rüping will viel und erreicht auch viel mit seiner Arbeit 'Dionysos Stadt'. Da ist das Theater als Fest, als Formenvielfalt, als Begegnungsstätte. Und: Da ist viel heiliger Ernst, da ist aber auch viel heitere Ironie, mit der das achtköpfige wunderbare Ensemble sowohl durch die Antike als auch gleich durch ein ganzes Spektrum von Theaterformen surft.“ (DLF, Kultur heute - Sven Ricklefs)

„Jeder einzelne Schauspieler hat heute und hier in jedem einzelnen Augenblick überzeugt. Es gab an diesem ganzen langen Tag keinen Leerlauf, keine Längen. […] Auf zehn Stunden Spiel folgen zehn Minuten Standing Ovations. Ein Höhepunkt der Saison, schon jetzt.“ (Die deutsche Bühne - Anne Fritsch)

„Es sind zehn unterhaltsame, theatersatte Stunden. Getragen wird dieser gewaltige Genuss von einem Ensemble, das mit enormer Spiellust das Spektakel gelingen lässt.“ (Münchner Merkur - Michael Schleicher)

„One of the most remarkable things about 'Dionysos Stadt' was that it never felt like an endurance test. It was put together by Christopher Rüping, the Kammerspiele's exciting and unpredictable in-house director, who in his past productions here – including a chamber reduction of 'Hamlet' for three actors, an electric captioning system and gallons of stage blood – has combined provocative stagecraft with striking emotional engagement.“ (New York Times - A.J. Goldmann)

„In this herculean undertaking, the entire cast deserved much credit. Standouts included Wiebke Mollenhauer as both an anguished, enraged Achilles and a French-accented Helen of Troy, and Gro Swantje Kohlhof as a schizophrenic Cassandra.“ (New York Times - A.J. Goldmann)

„Sieben Schauspieler in Dutzenden von Rollen, oft in Dreiergruppen, ähnlich dem antiken Vorbild, laufen diesen Marathon wach und voller Lust als Team ins Ziel. Immer nah am Abgrund, der das Heute ist, balancieren Maja Beckmann, Peter Brombacher, Majd Feddah, Nils Kahnwald, Gro Swantje Kohlhof, Wiebke Mollenhauer und Benjamin Radjaipour ins alte Griechenland, erlauben sich absichtlich manchen Fehltritt, fallen aus ihrer Figur, um in der nächsten sogleich wieder aufzustehen.“ (FAZ - Teresa Grenzmann)

„Der Suchtfaktor ist jedenfalls riesig. Danach, draußen auf der Maximilianstraße, will man nicht nach Hause, man will mehr: Binge Watching.“ (Frankfurter Rundschau - K. Erik Franzen)


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