Kammer 2

DIE WIEDERHOLUNG – HISTOIRE(S) DU THÉÂTRE (I)

VON MILO RAU & INTERNATIONAL INSTITUTE OF POLITICAL MURDER / FRANZÖSISCH UND FLÄMISCH MIT DEUTSCHEN UND ENGLISCHEN ÜBERTITELN

Schauspiel

In einer Nacht im April 2012 kommt Ihsane Jarfi vor einem Homosexuellen-Club im belgischen Lüttich mit einer Gruppe von jungen Männern ins Gespräch. Zwei Wochen später wird er an einem Waldrand tot aufgefunden. Er ist stundenlang gefoltert und gewaltsam ermordet worden. Das Verbrechen erschüttert und verunsichert die ganze Stadt. Milo Rau rekonstruiert den Fall nun – gemeinsam mit Schauspielern und Laien – auf der Theaterbühne. Gemeinsam mit den vier Schauspieler*innen Sara De Bosschere, Sébastien Foucault, Johan Leysen und Tom Adjibi, sowie dem Lageristen Fabian Leenders und der Hundesitterin Suzy Cocco begibt sich Milo Rau auf die Spur eines Kapitalverbrechens. In der Form eines allegorischen Kriminalspiels suchen sie nach den grundlegenden Emotionen der tragischen Erfahrung: Verlust und Trauer, Lüge und Wahrheit, Unheil und Furcht, Grausamkeit und Schrecken. Es geht um den Glanz und die Abgründe des Lebens und des Schauspiels. So entsteht ein Manifest für ein demokratisches Theater des Realen.


Mit Sara De Bosschere, Suzy Cocco, Sébastien Foucault, Fabian Leenders, Johan Leysen, Tom Adjibi Text Milo Rau und Ensemble Recherche und Dramaturgie Eva-Maria Bertschy dramaturgische Mitarbeit Stefan Bläske, Carmen Hornbostel Bühne und Kostüme Anton Lukas Video Maxime Jennes / Dimitri Petrovic Lichtdesign Jurgen Kolb Sounddesign und technische Leitung Jens Baudisch Technikteam auf Tour Pierre-Olivier Boulant (Video, Ton), Sylvain Faye / Sebastian König (Bühne, Licht), Jim Goossens Bara (Kamera), François Pacco (Assistenz)


Eine Produktion des International Institute of Political Murder (IIPM), Création Studio Théâtre National Wallonie-Bruxelles, gefördert durch den Hauptstadtkulturfonds Berlin, Pro Helvetia, Ernst Göhner Stiftung und Kulturförderung Kanton St.Gallen In Koproduktion mit Kunstenfestivaldesarts, NTGent, Théâtre Vidy-Lausanne, Théâtre Nanterre-Amandiers, Tandem Scène Nationale Arras Douai, Schaubühne am Lehniner Platz Berlin, Théâtre de Liège, Münchner Kammerspiele, Künstlerhaus Mousonturm Frankfurt a. M., Theater Chur, Gessnerallee Zürich, Romaeuropa Festival. Mit Unterstützung von ESACT Liège.