Kammer 1

OLIVER POLAK: GEGEN JUDENHASS

LESUNG UND GESPRÄCH MIT DEM AUTOR UND GÄSTEN / MODERATION: IJOMA MANGOLD (DIE ZEIT) / GESPRÄCH MIT: JAKOB AUGSTEIN (DER FREITAG/DER SPIEGEL), MAXIM DRÜNER (K.I.Z), OLIVER POLAK

Lesung

Ein eindringlicher Appell gegen den erstarkenden Antisemitismus. Menschen, die eine Kippa tragen, werden auf offener Straße angegriffen, jüdische Schüler beschimpft, antisemitische Rapper bekommen Preise, einem jüdischen Restaurantbesitzer wird seine schiere Anwesenheit vorgeworfen: „Wir wollen euch hier nicht in Deutschland“. „Euch“, das meint die Juden. „Euch“, das zeigt: Deutschland hat ein Problem mit ihnen. Diese und andere Grenzüberschreitungen geschahen in den letzten Monaten und machen eine Anklage gegen den erstarkenden Antisemitismus nicht nur notwendig, sondern zu einer demokratischen Pflicht. In eindringlichen Worten appelliert Oliver Polak für eine klare Haltung gegen den Rassismus. Ein relevantes und notwendiges Plädoyer im Namen einer liberalen Gesellschaft, die sich von ihren Ressentiments endgültig befreien muss.

Moderation: Ijoma Mangold (Die Zeit)
Gespräch mit: Jakob Augstein (Der Freitag/Der Spiegel), Maxim Drüner (K.I.Z), Oliver Polak


Zum Buch:
Ein alarmierender Appell gegen Menschenhass und den erstarkenden Antisemitismus in Deutschland.
»Wenn du heute wieder nicht lustig bist, landest du im Aschenbecher!«
»Mein Vater ist auch im KZ gestorben, besoffen vom Wachturm gekippt.«
»Musst du nicht weg? Der letzte Zug nach Auschwitz fährt doch gleich.«
»Juden wollen immer Mitleid!«

Das sind nur ein paar der Sätze, die der Autor dieses Buches tagtäglich in Deutschland zu hören bekommt. Andere Menschen werden auf offener Straße angegriffen, weil sie eine Kippa tragen. Jüdische Schüler werden beschimpft. Antisemitische Rapper hingegen bekommen Preise. Einem jüdischen Restaurantbesitzer wird seine bloße Anwesenheit vorgeworfen: »Wir wollen euch hier nicht in Deutschland.« »Euch«, das meint die Juden. All das zeigt: Deutschland hat ein Problem mit ihnen. In eindringlichen Worten appelliert Oliver Polak für eine klare Haltung: Wenn wir eine liberale Gesellschaft sein wollen, müssen wir uns endgültig von unseren Ressentiments befreien!


Zu Oliver Polak:
Viele Menschen hier wissen wenig über das Judentum. Man will versuchen, die jüdische Kultur unter die Leute zu bringen. Man sollte aber eher damit beginnen, das Judentum zu entdämonisieren. Ein Statement gegen den Antisemitismus, der nie weg war.

Oliver Polak lebt als Stand-up-Comedian, Kolumnist und Autor in Berlin. Seit 2015 ist er in der TV-Reihe »Das Lachen der anderen« zu sehen, für die er 2017 mit dem Deutschen Fernsehpreis ausgezeichnet wurde. Polaks Late-Night-Show »Applaus und raus« (2016) erhielt den Grimme-Preis. Gemeinsam mit Micky Beisenherz produziert er seit November 2017 den erfolgreichen wöchentlichen Podcast »Juwelen im Morast der Langeweile« bei Audible. 2008 und 2014 erschienen seine beiden Bestseller Ich darf das, ich bin Jude und Der jüdische Patient. Seine neue Show, mit der er ab Frühjahr 2019 auf Tour geht, heißt »Der Endgegner«.