Kammer 2

KONZERT: ANDREAS DORAU – DIE NACHT DER DREI ALBEN

Konzert

Andreas Dorau war immer ein Freund der Vereinfachung musikalischer Formen. Das wurde schon in den frühen 80er Jahren deutlich, als er im zarten Alter von 15 Jahren, damals Mitglied einer Schul-AG, den späteren Neue- Deutsche-Welle-Hit „Fred vom Jupiter“ schrieb. Für sein im Frühsommer dieses Jahres erschienenes Album ist der in Hamburg lebende Entertainer noch einen Schritt weiter gegangen: Alle Stücke auf „Das Wesentliche“ bestehen nur aus dem Refrain. Alles andere – Auftakt, Strophe, Bridge – wurde einfach weggelassen. Das Ergebnis der kompositorischen Vereinfachungsarbeit klingt so einleuchtend und eingängig, dass man* sich fragt, warum niemand zuvor auf diese Idee gekommen ist. In den Münchner Kammerspielen lässt sich Andreas Dorau, erstmals seit Menschengedenken, von den Marinas begleiten, einem Mädchenchor, der ihn bereits bei den Aufnahmen seiner ersten Songs unterstütze. Folgerichtig werden bei seiner Revue „Die Nacht der drei Alben“ nicht nur das aktuelle Werk, sondern auch Stücke von seinem Debüt „Blumen und Narzissten“ (1981) und der nicht minder amüsant betitelten Veröffentlichung „70 Minuten Musik ungeklärter Herkunft“ (1997) dargeboten.


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