Open Border Kongress 2015: Structures for a Welcome Theatre! How, who, where?

Diskussion mit: Gisela Seidler, Oliver Beckmann, Ella Huck, Farzad Fadai, Azadeh Sharifi. Moderation: Natalie Bayer / Samstag, 17.10., 17:30 - 19:00 / KAMMER 3

Wie können Kulturinstitutionen einen Rahmen schaffen, um dauerhafte Kunst- und Kulturarbeit mit, von und für geflohene Menschen zu ermöglichen? Kann die Praxis von informellen Lösungen für strukturelle Hürden auf Dauer Regeln und Gesetze verändern? Welche Wege finden unterschiedliche Institutionen wie die Münchner Kammerspiele, Hajusom (Hamburg) oder die Berlin Mondiale?


Gisela Seidler arbeitet als Anwältin in München. Sie ist auf das Thema Asyl- und Ausländerrecht spezialisiert. Sie ist unter anderem Mitglied im Gesetzgebungsausschuss des Deutschen Anwaltsvereins für Ausländer- und Asylrecht sowie im Förderverein Bayerischer Flüchtlingsrat e.V.

Oliver Beckmann ist Geschäftsführender Direktor der Münchner Kammerspiele.

Farzad Fadai * 1988 in Teheran/Iran ist seit 2009 im Ensemble von Hajusom auf der Bühne, übersetzt für die Neuen Sterne und wirkt für die Neuankömmlinge bei Hajusom als Mentor und Vermittler. Er leitet die außerdem zwei Nachwuchsgruppen bei Hajusom. Seine erste Produktion war Hajusom in Bollyland.

Ella Huck, geboren 1965 in Hiltrup/Westfalen; Gründerin und künstlerische Leitung von Hajusom. Inspiriert von einer vielfältigen Ausbildung als Tischlerin und Schauspielerin an der Ecole Internationale de Thèâtre, Jacques Lecoq in Paris, hat sie einen handwerklichen Zugriff auf Kunst und Performance. Ihre Leidenschaft gilt der Collage, dem Verbinden von Einzelteilen zu einem neuen Ganzen, das unterschiedliche Perspektiven abbildet. Bevor sie 1999 nach Hamburg zog, entwickelte sie in Koproduktion mit dem Theater im Pumpenhaus Performances, auch in Zusammenarbeit mit Künstlern wie dem Jazz-Musiker Jan Klare (Das Dorf) und dem bildenden Künstler Markus Lohmann, zuletzt 2010 „Hablamos Hiltrup, eine deutsch-spanische Hommage an Zugezogene und Daheimgebliebene.“ Unter dem Label Fuchs-Produktion entstanden zusammen mit Dorothea Reinicke interdisziplinäre Solo-Performances, die sich mit der Spielform „Live Art“ beschäftigen. Sie konzipiert und leitet Workshops und Seminare für Körpertheater.

Azadeh Sharifi, Azadeh Sharifi ist freischaffende Kulturwissenschaftlerin. Sie beschäftigt sich mit Postmigrantischem Theater und Postmigrantische Ästhetik, Rassismus und Postkolonialismus im Theater. Sie hat in Heidelberg Germanistik, Philosophie und Jura studiert und am Institut für Kulturpolitik der Universität Hildesheim über Theater für Alle? Partizipation von Postmigranten am Beispiel der Bühnen der Stadt Köln promoviert. Sie lebt in Berlin.

Natalie Bayer, geb. 1976, hat Europäische Ethnologie, Kunstgeschichte und Ethnologie an der Universität München studiert. Sie ist Migrationsregime- und Museumsforscherin und wissenschaftlich kuratorisch tätig, u.a. für das Forschungs- und Ausstellungsprojekt »Crossing Munich. Orte, Bilder und Debatten der Migration« (2009, München), historisches museum frankfurt, Münchner Stadtmuseum und Ausstellung »Movements of Migration. Neue Perspektiven auf Migration in Göttingen« (2013, Göttingen). Außerdem organisiert sie die Diskussionsreihe »POLYCITY: Kritische Lagebesprechung zu Bildern und Debatten der Migration« (u.a. im Haus der Kunst und beim Spielart-Festival München). Sie ist Mitglied bei »kritnet - Netzwerk Kritische Migrations- und Grenzregimeforschung«. Seit 2015 ist sie als Kuratorin am Münchner Stadtmuseum für das Projekt »Migration bewegt die Stadt« tätig. Derzeit promoviert sie an der Georg-August-Universität Göttingen mit der Dissertationsarbeit »Migration on Display. Eine wissensanthropologische Studie zur Musealisierung der Migration in kulturhistorischen Museen«.



In deutscher Sprache.

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(Copyright Hajusom e.V., Lutz Saure)



Mit freundlicher Unterstützung

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