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Photo: filmfaust / Film Five

MK:

DOK.fest: Aşk, Mark ve Ölüm / Liebe, D-Mark und Tod

Cem Kaya's Berlinale-Gewinner feiert türkisch-deutsche Musikgeschichte

 Schauspielhaus
 3 hours 30 minutes
 German, Turkish and English with German subtitles
 7,50 Euro
 Schauspielhaus
 3 hours 30 minutes
 German, Turkish and English with German subtitles
 7,50 Euro

Musik ist ein Grundbedürfnis. Wer in ein fremdes Land geht, nimmt sie mit. Über die Jahrzehnte wird sie transformieren und sich neu erfinden. Aber sie wird immer eine Verbindung schaffen zu dem Ort, an dem die Reise begann.

Die Geschichte anatolischer Musikproduktion in Deutschland ist eine Erfolgsgeschichte: Schallplattenfirmen wie die Kölner Türküola, Uzelli aus Frankfurt und Minareci in München blicken auf Abermillionen verkaufter Tonträger. Und auf Musik, die nur hier zustande kommen konnte: tief verwurzelt in Traditionen, die Lebensumstände in Deutschland beleuchtend. Doch wer erzählt diese Geschichte? Die Stars türkischer Schallplatten und Kassetten tauchen in den Foren der mehrheitsdeutschen Gesellschaft der Bundesrepublik nicht auf,  weder in den Charts, noch im Mainstream-Radio. Sie singen nicht Samstag Abend im Wohnzimmer, wenn “Wetten, dass..?” läuft. Und auch in den Musikabteilungen der Kaufhäuser sucht man sie vergebens. Türkische Tonträger sind über Jahrzehnte nur in Community-Läden erhältlich, nebst Gemüse und Elektronik und Konserven – meist in Bahnhofsnähe, immer bei den Grundbedürfnissen. Nebeneinander erzeugt Nebeneinander, es entsteht eine parallele Erzählung nachkriegsdeutscher Musikgeschichte. Diese findet keinen Einzug in Konzerthäuser und Theater, sie tönt in Gazinos und auf Hochzeiten. Sie wird ein eigener Wirtschaftszweig und trotzdem bleibt sie für viele unsichtbar.

Archivaufnahmen und Interviews mit Protagonist*innen bilden die Grundlage des Films. Cem Kaya montiert seine Versatzstücke zu einer tiefen menschlichen Erzählung bar jeglicher Verbitterung. Die sechzigjährige Geschichte gemeinsamen Lebens wird hier aus ihrem Innersten spürbar. Auf der diesjährigen Berlinale ist “Aşk Mark Ve Ölum” in allen Vorstellungen ausverkauft. Der Film heimst den begehrten Panorama Audience Award ein. Im Herbst kommt er in die Kinos. Es ist höchste Zeit: Die musikalische Kultur der Einwanderer ist ein kulturelles Erbe der Bundesrepublik. Der Film birgt diesen Schatz, und er tut das lässig.

Wir zeigen den Film in Originalsprache: Deutsch, Türkisch und Englisch mit deutschen Untertiteln.

Im Anschluss an die Vorführung findet ein Publikumsgespräch statt: mit Cem Kaya (Regisseur), Tuncay Acar (Münchner Künstler) und Sebastian Reier (Musikdramaturg der Kammerspiele und Türkoholiker im Endstadium) und Gästen.

Besetzung:

Regie: Cem Kaya
Drehbuch: Cem Kaya & Mehmet Akif Büyükatalay
Kamera: Cem Kaya, Mahmoud Belakhel, Julius Dommer, Christian Kochmann
Ton: Fatih Aydin, Armin Badde, Tarik Badaoui, Thorsten Bolzé, Dalia Castel, Tim Gorinski, Cem Kaya, Kris Limbach, Jule Vari
Schnitt: Cem Kaya

Protagonist*innen des Films:

İsmet Topçu, Ömer Boral, Yüksel Ergin, İhsan Ergin, Metin Türköz, Adnan Türköz, Yüksel Özkasap, Cevdet Yıldırım, Ercan Demirel, Cavidan Ünal, Ata Canani, Betin Güneş, Aykut Şahin, Fehiman Uğurdemir, Cengiz Öztunç, Dede Deli, Mustafa Çetinol, Erdal Karayağız, İzzet Nihat Yarsaloğlu, Hatay Engin, Yasin Kıran, Aytaç Kıran, Serdar Saydan, Serkan Kaynarcalı, Rüştü Elmas, Mustafa Deniz, Oktay Vural, Orhan Amuroğlu, Ümit Gücüyener, Sultan Korkmaz, Bekir Karaoğlan, Ümit Çağlar, Ali Ekber Aydoğan, Killa Hakan, Kabus Kerim, Derya Yıldırım, Tümay Koyuncuoğlu, Rossi Pennino, Kutlu Yurtseven, Erci Ergün aka Erci E., Alper Ağa, Boe B., Tahir Çevik aka Tachi, Volkan Türeli, Nellie, Muhabbet, Aziza A., İmran Ayata, Bülent Kullukcu, Ibrahim Ertalay, Ilkay Kökel, Mehmet Yozgut.

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