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MK:

DAS ALTE GESETZ (1923)

Stummfilm von Ewald André Dupont mit Livemusik von Philippe Schoeller (2018)
Jewish Chamber Orchestra Munich
Daniel Grossmann, Dirigent

 Werkraum
 1 hour 40 minutes
 8 to 34 euros, 8 euros reduced
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 8 to 34 euros, 8 euros reduced

In der Mitte des 19. Jahrhunderts entdeckt sich der Rabbinersohn Baruch anlässlich eines Purim-Umzugs seine Faszination für das Theater und entschließt sich, sein galizisches Shtetl zu verlassen, um Schauspieler zu werden. Sein Vater, Rabbiner Mayer, ist von diesem Leben entsetzt und verstößt seinen Sohn. Baruch schließt sich zunächst einem Wandertheater an, wo die österreichische Erzherzogin Elisabeth Theresia Gefallen an ihm findet und ihm durch ihren Einfluss ein Engagement am Wiener Burgtheater verschafft. Baruch schafft es, ein gefeierter und erfolgreicher Star zu werden.

EWALD ANDRÉ DUPONTS Stummfilm aus dem Jahr 1923 nimmt das klassische Motiv des Vater-Sohn-Konflikts auf, am Ende steht die Versöhnung: Rabbi Mayers Frau arrangiert heimlich einen Theaterbesuch für ihren Mann, bei der er tief beeindruckt vom Schauspieltalent seines Sohnes ist. Er erkennt darin eine Gnade Gottes und verzeiht Baruch nach einer Aussprache. Baruch geht zurück nach Hause wo seine Jugendliebe Esther auf ihn gewartet hat.

Die restaurierte Fassung des Films und die neukomponierte Filmmusik des französischen Komponisten Philippe Schoeller entstanden in einer Zusammenarbeit des JCOM mit ARTE / ZDF. Die Uraufführung fand im Rahmen der Berlinale 2018 statt, es folgte eine Osteuropa-Tournee sowie deutschlandweite Gastspiele.

Das JEWISH CHAMBER ORCHESTRA MUNICH hat sich seit seiner Gründung ein einzigartiges Profil erarbeitet: Es versteht sich als zeitgenössische jüdische Stimme, ist international auf vielfältigen Konzertbühnen präsent und geht mit immer neuen Allianzen und Formaten ungewöhnliche Wege, um jüdische Gegenwartskultur lebendig und für jeden hör-, erleb- und sichtbar zu machen – ein international relevantes Anliegen, das vom Orchester mit Selbstverständlichkeit in die Welt hinausgetragen wird. Neben Tourneen u. a. nach Israel, Osteuropa, Skandinavien, Nordamerika und China tritt das JCOM bei Gastspielen innerhalb Deutschlands als Botschafter jüdischer Kultur in Erscheinung. Es ist ein Orchester für alle Nationen und Religionen. Seine Musiker kommen aus über zwanzig Ländern, sind jüdisch und nicht-jüdisch und leben überwiegend in Deutschland.

Auf höchstem künstlerischen Niveau pflegt das JCOM die reiche jüdische Musiktradition und ein Repertoire, das vom Barock bis in die Gegenwart reicht; es bringt vergessene jüdische Komponist*innen ans Licht und füllt ehemalige Orte jüdischen Lebens mit lebendiger Kultur. Das Orchester vergibt regelmäßig Kompositionsauftrage und pflegt langjährige Kooperationen mit weltbekannten Solisten und wichtigen Kulturinstitutionen. In den vergangenen Jahren hat sich das JCOM zudem als Stummfilmorchester einen Namen gemacht. Education- und Vermittlungsprojekte runden das Profil des Orchesters ab.chäftigt sich bereits sein gesamtes Berufsleben über mit der Frage, wie jüdische Kultur ihren Platz im kollektiven gesellschaftlichen Bewusstsein einnehmen kann. Aus dieser Fragestellung heraus gründete der Dirigent 2005 das JEWISH CHAMBER ORCHESTRA MUNICH, das sich seitdem unter seiner Leitung zu einem international beachteten, professionellen Klangkörper auf musikalisch hohem Niveau entwickelt hat und für seine außergewöhnlichen Projekte bekannt ist. Dabei richtet DANIEL GROSSMANN den Fokus seiner Projekte immer auf ihre Relevanz für unsere Gegenwart. Als leidenschaftlicher Rechercheur und gewandter Redner macht er die Konzerte des JCOM zu spannenden Erlebnissen für sein Publikum.

Aktuell widmet DANIEL GROSSMANN sich auch der Erweiterung des Wirkungskreises des JCOM durch den eigenen YouTube-Kanal mit professionellen Musikaufnahmen auf höchstem Niveau, ergänzt mit Videos zu jüdischer Religion und Kultur. Als Anerkennung für seine unermüdliche Arbeit der Kulturvermittlung wurde DANIEL GROSSMANN vom Bayerischen Ministerium für Wissenschaft, Forschung und Kunst mit dem „Pro meritis scientiae et litterarum“-Preis ausgezeichnet.

  • Violine: Sandor Galgoczi (Konzertmeister), Orhan Ahiskal
  • Viola: Chialong Tsai, Shinnie Lee
  • Violoncello: Anikó Zeke, Emil Bekir
  • Kontrabass: Rolf Schamberger
  • Flöte: Noemi Györi
  • Oboe: Hideki Machida
  • Klarinette: Sofia Astakhov
  • Schlagwerk: Moritz Knapp
  • Akkordeon: Kai Wangler