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yo retrato

Sandra Bejarano

Sandra Bejarano (geb. 1991) lebt und arbeitet zwischen Madrid und München.

Sandra Bejaranos künstlerische Praxis geht von der Materialität des Körpers als Forschungsgebiet aus und entfaltet sich durch eine kritische Auseinandersetzung mit körperlichen und ästhetischen Grenzen. In ihren Performances und Installationen integriert sie physische Elemente des Körpers wie Menstruationsblut, Nägel oder andere Körperflüssigkeiten, die sie auf sterile und visuell ansprechende Weise präsentiert und so in wertvolle Materialien verwandelt. Ihre Arbeit reflektiert die Scham und Stigmatisierung, die Körperlichkeit, Sexualität und Geschlecht in der zeitgenössischen westlichen Kultur umgeben, und hinterfragt die Tabus, die bestimmen, welche Körper und Substanzen sichtbar sein dürfen und welche nicht.

Durch ein mehrdeutiges Spiel mit Wahrnehmung und Doppeldeutigkeiten fordern ihre Werke den Betrachter dazu auf, zu hinterfragen, was er wirklich sieht, und regt zum Überdenken vorgefasster Meinungen und moralischer Werte an. Kann das Abstoßende in etwas Schönes verwandelt werden?

Ihre jüngsten Arbeiten beschäftigen sich auch mit Themen wie menschlicher Fortpflanzung, In-vitro-Fertilisation und der Erweiterung der Möglichkeiten, Kinder zu bekommen, durch das Einfrieren von Eizellen. In diesen Werken reflektiert sie über neue Formen der Mutterschaft in einer kapitalistischen Gesellschaft und hinterfragt, wie Technologie und Markt unsere intimsten und persönlichsten Entscheidungen beeinflussen.