Anna Konjetzky hockt auf einem hohen Hocker, trägt dunkle Kleidung und hat eine Hand am Kopf gestützt in einem hellen Raum mit Schatten auf dem Boden.
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Marie Gryzka / rue nouvelle

Anna Konjetzky

Seit 2005 kreiert Anna Konjetzky Tanzstücke und Tanz-Installationen, in denen ihr choreografisches Denken eine Praxis der Reflexion und Transformation ist, welche immer in einen gesellschaftspolitischen Kontext eingebettet ist. Ebenso ist dieses choreografische Denken verwurzelt im Dialog, in der kontinuierlichen Recherche und Praxis von Anna Konjetzky & Co. mit anderen Künstler*innen und der Stadtgesellschaft. Die Choreografin sieht ihre Arbeit als Vorschlag zum Dialog, ihre körperliche, ästhetische und politische Recherche ist dabei von einem queer-feministischen Ansatz geprägt.

Konjetzkys Arbeiten wurden national und international gezeigt, u.a. bei den Festivals Spielart, Dance, Tanzwerkstatt Europa, unidram Potsdam, Co Festival Ljubljana, Festival Danse Balsa Marni Bruxelles, am Grand théâtre national Luxembourg sowie in Kampala, Nairobi, Hanoi, Istanbul, Gent, Nürnberg, Krakau, Warschau, Brasilien, Panama und Südafrika. Zudem kreiert sie auch Stücke für etablierte Tanzcompagnien wie die der Staatstheater Braunschweig und Saarbrücken und realisierte ihre eigenen Produktionen in Koproduktion mit den Münchner Kammerspielen. Lehraufträge führen sie an die Académie des Beaux Arts Brüssel, AHK Amsterdam, Hochschule für Musik und Tanz Köln, Akademie der Bildenden Künste München oder ans Mozarteum Salzburg.

Für ihr Werk erhielt sie zahlreiche Auszeichnungen, u.a. zwei Nominierungen für den Deutschen Theaterpreis DER FAUST („Running“ 2018, Kategorie Kinder- und Jugendtheater, und 2022 Sahra Huby als Beste Darstellerin Tanz im Solo „Über die Wut“). Zuletzt wurde ihr Jugendstück „sound on!“ zu den Bayerischen Theatertagen 2026 eingeladen.

Seit 2019 agiert sie als Anna Konjetzky & Co. mit einem festen Team und hat den PLAYGROUND, einen Raum für künstlerische Recherche und Dialog in München, gegründet.