MK:

The Fittest Will Survive?

Talk von und mit Nuschin Rawanmehr und Gästen
Wissen ist Macht, ist Empowerment!
Was wissen Sie eigentlich über „BNE”?

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 Eintritt frei
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Hitzewellen, Unwetter, Überflutungen, zu viel Müll, Flucht und Vertreibung oder der Anstieg des CO2-Gehalts in Umwelt und Atmosphäre: das alles sind Folgen des menschengemachten Klimawandels und des rücksichtslosen Umgangs mit der Natur (und der Menschen). Um der Krise entgegenzuwirken, hatten die Vereinten Nationen von 2005 bis 2014 die UN-Dekade Bildung für Nachhaltige Entwicklung (kurz: BNE) ausgerufen. Ziel war es, nachhaltige Entwicklung als Leitbild in allen Bildungsbereichen (Kita, Schule, Berufsausbildung, Hochschule, Erwachsenenbildung, Jugendarbeit etc.) zu verankern. Es folgten weitere Programme, und in der aktuellen Agenda 2030 der UN geht es vor allem um die Frage, welchen Beitrag BNE zu den 17 Zielen für nachhaltige Entwicklung (Sustainable Development Goals/SDGs) leisten kann.

Nachhaltige Entwicklung ist ein kontroverses politisches Thema. Es gibt viele unterschiedliche Interessen, die eine nachhaltige Entwicklung fördern oder behindern. Jedes Land ist unterschiedlich stark vom Klimawandel und Umweltzerstörung betroffen, Wirtschaft und Produktion müssen neu gedacht werden. Gesellschaftspolitische Folgen sind unter anderem das Erstarken von Rechtspopulismus, Autoritarismus, Flucht und Migration oder das Leugnen wissenschaftlicher Fakten und Erkenntnisse. Wenn es also um eine Entwicklung hin zu mehr Nachhaltigkeit geht, stellen sich komplexe politische Fragen. Fragen, die insbesondere in der politischen Bildung thematisiert und bearbeitet werden. Man könnte deshalb davon ausgehen, dass die zwei Bildungskonzepte BNE und politische Bildung zusammengedacht werden. Doch es lässt sich beobachten, dass politische Bildung in vielen BNE-Konzepten nur marginal berücksichtigt wird. So wird kritisiert, dass BNE-Bildungsmaterialien vor allem ökologische Aspekte thematisieren und weniger auf die Stärkung und Veränderung individueller Kompetenzen abzielen. Werden damit (gesellschafts-)politische Bildungsprozesse, d.h. die Förderung politischen Denkens und Handelns, vernachlässigt? Und falls ja, warum?

Annabell Brosi, Erziehungswissenschaftlerin, ist wissenschaftliche Referentin bei Transfer für Bildung e.V. / Fachstelle politische Bildung. Der Verein hat sich unter anderem zur Aufgabe gemacht, den Transfer, Austausch und die Zusammenarbeit zwischen und innerhalb von Wissenschaft und Praxis politischer Bildung zu stärken. Ziel ist es, die Professionalisierung politischer Bildung in allen formalen und nonformalen Bildungsbereichen zu fördern. In diesem Kontext hat sich Annabell Brosi mit dem „Stand der Beziehung“ zwischen Bildung für nachhaltige Entwicklung und politischer Bildung auseinandergesetzt. Sie hat sich vor allem gefragt, ob zu der Schnittstelle geforscht wird und welche Wissenschaftler*innen sich mit der Thematik befassen.

In dem Gespräch mit Nuschin Rawanmehr soll gemeinsam über die zwei Bildungskonzepte, deren praktische Ausgestaltungen und sich daran anschließende Themen und Fragen, laut nachgedacht werden.

Tickets
Mi 9.2. 19:00
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