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Eine choreografische Versuchsanordnung nach Valeska Gert
Man wird schneller vergessen, als man denkt. – Valeska Gert
Ein Unfall mitten auf einer Straßenkreuzung! Die Ikone des expressionistischen Tanzes und ehemaliges Ensemblemitglied der Kammerspiele, Valeska Gert, tanzt im Jahr 1926 den Großstadtverkehr. Sie ist präzise und gnadenlos in ihrer körperlichen Analyse. Ihre Aufmerksamkeit gilt stets dem Ungesehenen, Ungewöhnlichen, dem Vulgären und Geschmacklosen, dem Unaussprechlichen und dem scheinbar Banalen. So tanzt sie beispielsweise auch die Nervosität, den Orgasmus und sogar den Tod.
Genau 100 Jahre später greift Marie Schleef nun gemeinsam mit ihrem Team sowie drei Spieler*innen des Ensembles Valeska Gerts Beobachtungen zum Verkehr auf und überträgt sie in die Gegenwart.
Untersucht wird eine Münchner Straßenkreuzung – ein Ort permanenter Bewegung, Verdichtung und Gleichzeitigkeit. Was sagt der Straßenverkehr über unser Konsumverhalten, unseren heutigen Rhythmus und unsere Zeitwahrnehmung im Jahr 2026 aus?
Nach „Die Möglichkeit des Bösen“ markiert Marie Schleefs zweite Arbeit an den Münchner Kammerspielen eine neue Richtung in ihrer Arbeit: „(Münchner) Verkehr“ wird – ganz in Valeska Gerts Tradition – nicht nur als funktionales System begriffen, sondern als Entdeckung eines eigenen ästhetischen Feldes. Es entsteht eine choreografische Versuchsanordnung sowie ein Denkmal für eine Künstlerin, die mit ihrem Wirken durch die Zeiten hindurch alle Vorstellungen von Körpern, Geschlecht und Identität sprengt und ein Neudenken inspiriert.
„Für mich ist der Blick zurück die größte Inspiration, denn nur so lässt sich Zukunft denken. Hier dient Valeska Gert, die Ikone des Ausdruckstanzes, des New German Dance, als Inspiration meiner ersten choreografischen Arbeit.“ – Marie Schleef
- Mit Johanna Eiworth, Konstantin Schumann, Stefan Merki
- Regie Marie Schleef
- Bühne Ji Hyung Nam
- Kostüm Teresa Vergho
- Video Lillian Canright
- Licht Christian Schweig
- Sound Christoph Mateka
- Dramaturgie Theresa Schlesinger
- Regieassistenz Stella Jacobs
- Bühnenbildassistenz Julia Bahn, Hannah Grimme
- Kostümassistenz Pauline Heitmann
- Inspizienz Hanno Nehring
- Dramaturgiehospitanz Gretel Ribka
- Künstlerische Produktionsleitung Zora Luhnau
- Technische Produktionsleitung Adrian Bette, Kilian Klingler
- Bühnenmeister Marcel Homack
- Bühnenmaschinerie Michael Preusser, Stephan Preusser
- Stellwerk Michael Pohorsky
- Beleuchtung John-Philipp Schoch
- Ton Jana Lutz, Korbinian Wegler
- Video Maurizio Guolo, Daniel Steigthaler
- Maske Steffen Roßmanith, Nicola Richter-Okegwo
- Kostüm Isabel Barnes
- Requisite Daniel Bittner
- Schreinerei Franz Wallner, Michael Buhl, Josef Friesl, Stefan Klodt-Bussmann, Wolfgang Mechmann
- Schlosserei Friedrich Würzhuber, Jürgen Goudenhooft, Ibrahim Atabay
- Tapeziererei Tim Hagemeyer, Maria Hörger, Anja Gebauer, Johanna Märzendorfer
- Malsaal Evi Eschenbach, Jeanette Raue, Jasmin Budde, Natalie Schaffler, Ingrid Weindl
Termine & Tickets
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Fr 16.10. 20:00Premiere MK: 100
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Mo 19.10. 20:00
Einführung ab 19:30
Anschl. Publikumsgespräch
MK: 100 -
Di 27.10. 20:00
Einführung ab 19:30
Anschl. Publikumsgespräch mit der Tanzforscherin Brygida Ochaim
MK: 100 -
Do 29.10. 20:00MK: 100
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Sa 31.10. 20:00
Einführung ab 19:30
MK: 100 -
Sa 7.11. 20:00
Einführung ab 19:30
Anschl. Publikumsgespräch mit der Regisseurin Marie Schleef
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Do 12.11. 20:00
Einführung ab 19:30
Anschl. Publikumsgespräch mit der Kuratorin Karin Althaus (Lenbachhaus)
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Sa 14.11. 20:00
Einführung ab 19:30
- Therese-Giehse-Halle
- Premiere: 16.10.2026
- ca. 1 Stunde
- 36 €, U30: 12 €