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Yael Esther Mor präsentiert Kabarett, reduziert auf das Wesentliche: keine Überarbeitung, keine Verstellung, nur Performance, Verletzlichkeit und Exzess.
Eine minimalistische, theatralische Bühne.
Eine verkaterte, exzentrische Geschichtenerzählerin in einem albernen Kleid stolpert auf die Bühne, begleitet von einem seltsam aussehenden Musiker.
Sie singt (das sollte sie besser nicht).
Sie tanzt (das sollte sie wirklich nicht).
Sie erzählt Geschichten (wir sind uns nicht sicher, ob wir sie hören wollen).
Gemeinsam versuchen sie zu unterhalten, abzulenken, die Dinge am Laufen zu halten. Das ist Kabarett, reduziert auf das Wesentliche: keine Glanz und Gloria, keine Vorwände, nur Performance, Verletzlichkeit und Exzess. Erotische Fantasien vermischen sich mit grotesker Komik. Und Musik. Es ist schmerzlich real – ein intimer Spiegel einer Welt, die nach Flucht, Vergnügen und flüchtigen Verbindungen im Chaos hungert und aufwacht, um die Lektion der Vergangenheit zu lernen: Es gibt keinen Ort, an den man fliehen kann.
Der Abend findet seinen Rhythmus in den Trümmern der Weimarer Zeit, in der Lust und Satire die einzigen ehrlichen Antworten auf eine Welt am Abgrund waren. Während die moderne politische Landschaft zerbricht, wird die Bühne zu einem Zufluchtsort für das Innere, der die schmale Grenze zwischen dem Drang, sich zu verstecken, und der Notwendigkeit, gesehen zu werden, einnimmt. Diese Figuren brennen vor Sehnsucht, die nie ganz gestillt wird; Erleichterung wird versprochen, aber die Schuld wird nie beglichen. Es ist ein sechzigminütiger Abstieg in die Sehnsucht nach Verbindung, wo das Lachen schrill ist und die Scham vor der Tür gelassen wurde. Hier entfaltet sich das Chaos, bis der Hunger unter dem Glitzer unmöglich zu ignorieren ist.
Die Performance wird von Live-Musik von Jus Ray’m-Pecquet begleitet, der mit Klavier und Drum Machine eine Klanglandschaft zwischen klassischem Kabarettstil und chaotisch-alptraumhafter Musik schafft.
- Konzept, Text & Performance Yael Esther Mor
- Live-Musik & Komposition Jus Ray’m-Pecquet
- Choreografie Rotem Weissman