Foto: Julian Baumann

MK:

Campus #26 „Play Auerbach!“

 NS-Dokumentationszentrum & Münchner Kammerspiele
 9. & 10.1.2026
 Englisch und Deutsch
 ab 18 Jahren
 Kostenfreie Anmeldung unter mitmachen@kammerspiele.de
 NS-Dokumentationszentrum & Münchner Kammerspiele
 9. & 10.1.2026
 Englisch und Deutsch
 ab 18 Jahren
 Kostenfreie Anmeldung unter mitmachen@kammerspiele.de

Der Schoah-Überlebende und Leiter des Bayerischen Landesentschädigungsamtes Philipp Auerbach begegnet uns im NS-Dokumentationszentrum als ein Protagonist der Nachkriegszeit in München. Sein Amt bildete einen Dreh- und Angelpunkt der Wiedergutmachungspolitik der frühen BRD und war die zentrale Anlaufstelle für rassisch, religiös und politisch Verfolgte in Bayern.

An zwei Tagen begeben wir uns im öffentlichen Raum auf Spurensuche nach der Geschichte Auerbachs und der von ihm betreuten Displaced Persons. Der praktische Teil des Workshops gibt Raum für gemeinsame Versuche zu einer hypothetischen, skulpturalen Übersetzung von Philipp Auerbachs Leben und Wirken.

Programm
Fr 9.1. 16:00 – 19:00 | NS-Dokumentationszentrum
Tag 1
Gemeinsamer Ausstellungsbesuch

Wir lernen uns kennen und gehen gemeinsam in die Ausstellung. Ausgehend von Auerbachs Biographie gibt Nathalie Jacobsen einen Überblick über die NS- und Nachkriegsgeschichte. Originale aus der Sammlung des NS-Dokumenationszentrums mit Bezug zu Philipp Auerbach werden gezeigt und von uns erforscht. Im Anschluss setzen wir uns mit Quellen aus dem Archiv des NS-Dokumentationszentrums auseinander.

Sa 10.1. 12:00 – 20:00 | Münchner Kammerspiele (Habibi Kiosk)
Tag 2
Spaziergang, Workshop & gemeinsamer Vorstellungsbesuch

An wen wird im öffentlichen Raum in Form von Denkmälern und Skulpturen erinnert? Und welche Personen und Geschichten fehlen im öffentlichen Gedenken?

Der Shoa-Überlebende und Leiter des Bayerischen Landesentschädigungsamtes Philipp Auerbach begegnet uns im NS-Dokumentationszentrum als ein Protagonist der Nachkriegszeit in München. Sein Amt bildete einen Dreh- und Angelpunkt der Wiedergutmachungspolitik der frühen BRD und war die zentrale Anlaufstelle für rassisch, religiös und politisch Verfolgte in Bayern. Im öffentlichen Raum Münchens ist die Geschichte Auerbachs und der von ihm betreuten Displaced Persons allerdings weitgehend unsichtbar. Die Künstler*innen Samuel Fischer-Glaser und Angela Stiegler kontrastieren diese Abwesenheit mit sichtbaren und materiell dominanten Denkmalsbeispielen aus der Nachkriegszeit, etwa den überlebensgroßen Bronzeskulpturen Bernhard Bleekers und seiner Schüler Alexander Fischer und Hans Wimmer. Anhand der Werke und der Biographien dieser Künstler gehen Fischer-Glaser und Stiegler Kontinuitäten NS-konformer Bildsprache und Körperideale im öffentlichen Raum nach.

Der praktische Teil des Workshops gibt Raum für gemeinsame Versuche zu einem hypothetischen, ephemeren Denkmal für Philipp Auerbach: Wie könnte dieses aussehen, wie unterscheidet es sich vom Gesehenen im öffentlichen Raum, welche Form und welches Material eignen sich dafür und an wen richtet es sich?

Ablauf
12:00 – 13:30 Spaziergang in der Umgebung der Kammerspiele
13:30 – 15:00 Erster Praktischer Teil mit Entwürfen für Philipp-Auerbach-Denkmal
15:00 – 16:00 Mittagspause
16:00 – 19:00 Zweiter Praktischer Teil und Abschluss
19:00 Gemeinsames Abendessen in der Theaterkantine (Selbstzahler)
20:00 Vorstellungsbesuch „Play Auerbach!“

Eine Kooperation mit dem NS-Dokumentationszentrum, gefördert vom Kulturrefart München, Public History
16.6. UA Englische Übertitel Mülheimer Theatertage 2026
Play Auerbach!

Der „Messias der Überlebenden“ – gründlich vergessen! • Regie: Sandra Strunz • Eine Münchner Erinnerungsrevue • Von Avishai Milstein