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Filmstill from "Im Land meiner Eltern" • Foto: Malenafilm
Present Perfect II: Jüdische Perspektiven auf Nachkriegsdeutschland
Dokumentarfilme und Gespräch, u.a. mit Jeanine Meerapfel
Zurück zur Zukunft!
Am Wochenende des 5. – 7. Dezembers nähern wir uns der Frage „Wohin jetzt?“ aus postmigrantischjüdischen Perspektiven. In Literatur, Film, StandUp und Diskussionen thematisieren wir die Einwanderung aus den Ländern der ehemaligen Sowjetunion nach Israel und Deutschland, aus Äthiopien nach Israel und, selbstverständlich, die Wiedereinwanderung in die deutsche Nachkriegsgesellschaft. Damit endet der Programmschwerpunkt, der mit der unmittelbaren Nachkriegszeit begann, in der Gegenwart. Am Ende bleibt die Frage des Anfangs: Wohin jetzt?
Das künstlerische Symposium „Present Perfect – Zurück zur Zukunft“ setzt sich vom 5.-7.12. in Lesungen, Spiel-, Dokumentar- und Kurzfilmen sowie Gesprächen mit jüdischen Migrationsbewegungen seit den 80er Jahren auseinander. Die drei Tage sind einzeln besuchbar oder als Gesamtpaket mit dem Kombiticket.
(1981 / GER / 87 min) von Jeanine Meerapfel
Das paradoxe Dasein als Jude*Jüdin in Deutschland nach der Schoah findet in Jeanine Meerapfels Dokumentation „Im Land meiner Eltern“ ihren wohl prägnantesten filmischen Ausdruck. Meerapfel, 1943 in Buenos Aires als Tochter deutschjüdischer Emigrant*innen geboren, zog 1964 zum Studium nach Deutschland – das Land ihrer Eltern und zugleich das Land der Täter*innen. Über diesen kaum aufzulösen den Widerspruch denkt Jeanine Meerapfel in der 1981 in WestBerlin entstandenen Dokumentation nach: anhand der eigenen Familiengeschichte ebenso wie im Gespräch mit jüdischen Zeitgenoss *innen wie dem Theaterregisseur Luc Bondy und der Malerin Sarah Haffner. Die Kulisse der eingemauerten Inselstadt verleiht dem Film eine zusätzliche elegische Note.
(2013 / GER / 96 min) von Yael Reuveny
Von der Suche nach dem in der Schoah verschollenen Bruder ihrer Großmutter Michla erzählt Yael Reuvenys Dokumentation „Schnee von Gestern“. Die in Israel geborene und ausgebildete Filmemacherin entfaltet die Geschichte einer dramatischen Entscheidung, die die Geschwister Michla und Feiv’ke für immer auseinanderbrachte. Reuveny begibt sich auf Feiv’kes Spuren, der 1945 unter dem Namen Peter Schwarz ein neues Leben in Brandenburg begann. Ihr Dokumentarfilm zeugt ein drücklich von der fortbestehenden, schicksalhaften Verbindung zwischen Israel und Deutschland.
Über das Leben und Wirken als jüdische Filmemacherinnen zwischen Migration, Trauma und Feminismus sprechen Jeanine Meerapfel und Yael Reuveny mit der Film und Medienwissenschaftlerin Lea Wohl von Haselberg.
(2012 / GER / 76 min) von Alexa Karolinski
Das Leben ist schön und kostbar: Das ist die ebenso schlichte wie berührende Botschaft von „Oma & Bella“. Alexa Karolinski porträtiert dort ihre Großmutter Regina und deren Freundin Bella Katz, die in Berlin Charlottenburg eine WG bilden. Beide Protagonistinnen sind Witwen und SchoahÜberlebende mit Wurzeln in Osteuropa. „Oma & Bella“ handelt vom Alltag in der allzu aufgeräumten deutschen Hauptstadt, von der Liebe zur jiddischen Küche und von der unvergänglichen Bitterkeit der jüdischen Erfahrung.
- Mit Yael Reuveny, Jeanine Meerapfel, Lea Wohl von Haselberg