Foto: Robert Brembeck

MK:

Die Schlüssel von Toledo – Die Musik der sephardischen Juden

Orchesterkonzert des Jewish Chamber Orchestra Munich mit besonderen Gästen

 Schauspielhaus
 14.10.2025
 Ladino, übertitelt auf Deutsch und Englisch
 Do-Sa: 15-45€, So-Mi: 10-40€, unter 30 Jahren jede Platzkategorie: 10€
 Schauspielhaus
 14.10.2025
 Ladino, übertitelt auf Deutsch und Englisch
 Do-Sa: 15-45€, So-Mi: 10-40€, unter 30 Jahren jede Platzkategorie: 10€

1492 nahmen viele jüdische Familien bei ihrer Flucht aus Spanien die Schlüssel ihrer Häuser mit. Als Symbol für ihr Zuhause und als Ausdruck der Hoffnung, eines Tages zurückkehren zu können. Bis heute gibt es Familien, die einen solchen Schlüssel besitzen.

Neben ihrer Sprache Ladino wurde Musik für die sephardischen Juden in der Fremde entscheidend zur Wahrung gemeinsamer Identität. Jahrhunderte nach der Vertreibung kamen 1933 jüdische Menschen in die Botschaft der Spanischen Republik in Berlin, um auf Judenspanisch Asyl zu erbitten. Sprachlich versteht man sich - und dennoch wird kein rettendes Asyl gewährt.

Gemeinsam mit der sephardischen Musikerfamilie Esim aus Istanbul sowie der sephardischen Schauspielerin Alexandra Chatzopoulou-Saia, selbst Nachfahrin von Shoah-Überlebenden aus Thessaloniki, erforscht das Jewish Chamber Orchestra Munich wie das sephardische Judentum seine Traditionen über Jahrhunderte bewahren konnte. Und wie dieses Erbe in der Shoah innerhalb weniger Monate beinahe ausgelöscht wurde.

Ein Projekt des Jewish Chamber Orchestra Munich in Kooperation mit:
Esim Ensemble Istanbul, Schauspiel Hannover, Münchner Kammerspiele, Musikhochschule Lübeck, Thalia Theater Hamburg, Goethe-Institute Thessaloniki und Madrid, Jüdische Gemeinde Thessaloniki, Thessaloniki Concert Hall, Dimitria Festival Thessaloniki, Instituto Cervantes, Königlich Spanische Akademie für Sprache, Centro Sefarad Madrid, Stiftung Teatro Joven Madrid, Künstlerisches Forschungsfeld “Erinnerung als Arbeit an der Gegenwart”, Käte Hamburger Kolleg global dis:connect

Das Projekt wird in der Bildungsagenda NS-Unrecht von der Stiftung Erinnerung, Verantwortung
und Zukunft (EVZ) und dem Bundesministerium der Finanzen (BMF) gefördert.
Kostprobe des Esim Ensembles
Kostprobe des Esim Ensembles