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Eine Grenzüberschreitung
Nach dem Roman von Constance Debré
Was würdest du riskieren, um frei zu sein?
Eine Frau, erfolgreiche Anwältin in der Hauptstadt, beschließt nach zwanzig Jahren Ehe, ihre Familie zu verlassen, um sich selbst auf die Probe zu stellen, neu zu leben, nur noch zu schreiben, neu zu lieben – oder auch gar nicht mehr zu lieben, sondern nur zu begehren. Der Preis für diese „Selbstenteignung“: Ihr Mann trennt sie gewaltsam von ihrem gemeinsamen achtjährigen Sohn und zettelt einen Sorgerechtsstreit unter Vorspiegelung falscher Tatsachen an. Die Erzählerin ist starr vor Schmerz, erkämpft sich mit manisch betriebenem, täglichen Schwimmtraining körperliche Stärke und einen seelischen Gefühlspanzer. Sie kämpft um ihren Sohn, der sich immer weiter von ihr entfernt, taumelt zwischen einer Vielzahl von Gefühlen: Wut, Angst, dem Verlangen nach unverbindlichem Sex und dem Bedürfnis nach engeren Verbindungen, einer tiefen inneren Leere und zugleich einer nie zuvor gekannten Freiheit. Die Autorin Constance Debré geht hart ins Gericht mit gesellschaftlichen Normen und mit sich selbst. Felicitas Brucker setzt als Regisseurin nach „Nora“, „Die Freiheit einer Frau“ und „Baumeister Solness“ ihre leidenschaftliche Auseinandersetzung mit den Widersprüchen weiblicher Lebensentwürfe fort und interpretiert „Love me tender“ (ins Deutsche übersetzt von Max Henninger, erschienen bei Matthes & Seitz Berlin, 2024) mit einer starken Performance für drei besondere Schauspielerinnen und (Live)-Video.
„Mich interessiert die Fragilität, die eintritt in dem Moment, in dem man sich davon verabschiedet, gesellschaftliche Erwartungen zu erfüllen und das nachzuleben, was als richtig abgefeiert wird, in dem man die schönen, glatten, perfekten Bilder ablegt. Auch im Theater, auf der Bühne. Denn Sicherheit gibt es nie.“
– Felicitas Brucker
- Mit Katharina Bach, Jelena Kuljić, Annette Paulmann
- Regie Felicitas Brucker
- Bühne & Kostüm Viva Schudt
- Musik Markus Steinkellner
- Video Design Lion Bischof
- Licht Design Christian Schweig
- Dramaturgie Viola Hasselberg
- Musikalische Einstudierung Chorstücke Axel Humbert
- Regieassistenz Constanze Nogueira Negwer
- Bühnenbildassistenz Hannah Grimme
- Kostümassistenz Pauline Heitmann
- Inspizienz Stefanie Rendtorff
- Soufflage Jutta Ina Masurath
- Regiehospitanz Celine Korrak
- Künstlerische Produktionsleitung Victoria Fischer
- Technische Produktionsleitung Jonas Pim Simon
- Bühnenmeisterin Weronika Patan
- Bühnenmaschinerie Stefan Egger, Ulrich Heyer, Florian Obermeier, Michael Preußer
- Stellwerk Franziska Erbe, Diana Dorn
- Beleuchtung Wolfgang Wiefarn, Louis Nickel
- Ton Paolo Mariangeli, Katharina Widmaier-Zorn
- Video Jens Baßfeld, Julia Römpp
- Requisite Sabine Schutzbach, Anette Schultheiss
- Maske Steffen Roßmanith, Brigitte Frank
- Kostüm Marija Ružić
- Schreinerei Stefan Klodt-Bussmann, Josef Friesl, Sebastian Nebe
- Schlosserei Fritz Würzhuber, Jürgen Goudenhooft
- Tapeziererei Tobias Herzog, Maria Hörger, Anja Gebauer, Tim Hagemeyer
- Malsaal Jasmin Budde, Jeanette Raue
- Aufführungsrechte „Love me tender“ wurde zuerst bei Editions Flammarion in Frankreich publiziert. In der deutschen Übersetzung von Max Henninger erschien der Text im Verlag Matthes & Seitz (2024).
Termine & Tickets
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Offene Probe „Love me tender“Mi 14.1. 19:00Mitmachen
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Love me tenderFr 16.1. 20:00Premiere
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Love me tenderSo 18.1. 20:00
Einführung ab 19:30
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Love me tenderDi 20.1. 20:00
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Love me tenderDi 27.1. 20:00
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Love me tenderDi 17.2. 20:00
Einführung ab 19:30
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Love me tenderDo 19.2. 20:00
Einführung ab 19:30
- Therese-Giehse-Halle
- Premiere: 16.1.2026
- ca. 1 Stunde 50 Minuten
- Stroboskop-Effekt, laute Musik
- Do–Sa: 25 €, So-Mi: 20 €, unter 30 Jahren: 10 €