Foto: Therese Giehse Büste im Schauspielhaus-Foyer von Kate Isobel Scott. Foto: Gina Bolle

MK:

Ja mei, wohin soll’s schon gehen?

Geführter Hörspaziergang über Therese Giehse mit anschließendem Kaffeeklatsch

 Foyer im Schauspielhaus
 ab 6.3.2025
 1 Stunde 30 Minuten - 2 Stunden 30 Minuten
 Bitte achten Sie während des Hör-Spaziergangs auf den Straßenverkehr
 kostenlos
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 ab 6.3.2025
 1 Stunde 30 Minuten - 2 Stunden 30 Minuten
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Am 16.11. begeben wir uns zusammen auf die Spuren von Therese Giehse: Therese Giehse, die Außerordentliche, die Eigensinnige, die Alleinstehende, die Schlagfertige, die Neugierige, die Ur-Münchnerin, die Jüdin, die Mutter, die Lesbe, die alte Jungfer, die Antifaschistin, die Lehrerin, der Lehrling, der Geist des Hauses, die Mitte der Kammerspiele. Mit Therese Giehse verbindet sich ein gutes Stück bundesdeutsche Theatergeschichte – und mindestens ein genauso großes Stück imaginierte Weiblichkeit. Als Schauspielerin hat sie ein ganzes Leben auf Theaterbühnen verbracht. Wer sich an sie erinnert, wer ihr begegnet ist, mit ihr gearbeitet hat, sie auf der Bühne erlebt hat, beschreibt sie als Vorbild. Sie selbst wollte nie zu einem solchen stilisiert werden. Vermutlich hätte sie eigenhändig dafür gesorgt, dass jeder Sockel, der ihrem Bildnis errichtet würde, leer bliebe. Wie lässt sich erinnern, ohne festzuschreiben?

Fünf Schauspieler*innen versuchen einer Kollegin zu begegnen, die vor fünfzig Jahren verstorben ist. Zwei FLINTA-Personen wühlen sich durch Archive und finden dort Therese Giehses Nachleben in Fotografien, Aufnahmen, Zeitungsartikeln, Notizheften, in Kartons und Koffern. Ein Erzähler erzählt. Wie viele Leben lebt ein Mensch? Welche Geschichten erzählt Giehses Nachleben heute? Von welchen Brüchen und Lücken zeugt es? Mittels der künstlerischen Audiodeskription verwebt Regisseur*in Anne Sophie Kapsner Materialien aus Therese Giehses Nachlässen zu einem Hörstück, das nicht Anspruch auf Vollständigkeit erhebt und keine Monumentalgeschichte sein will. Es entsteht eine spielerische Spekulation, die als Hör-Spaziergang Stationen Giehses Lebens umkreist.

Wir treffen uns um 15.00 Uhr im Foyer des Schauspielhauses. Nach einer Einführung der Regisseur*in Anne Sophie Kapsner und der Dramaturgin Felicitas Friedrich begehen wir zusammen den Soundwalk und enden im Conviva, wo wir uns bei Kaffee und Kuchen über das Erlebte austauschen können. Bringen Sie wetterfeste Kleidung und ihr Smartphone – wenn möglich mit Kopfhörern – mit.

Falls Sie den Hörspaziergang schon allein unternommen haben, laden wir Sie herzlich ein, um 16.30 Uhr im Conviva zu Kaffee und Kuchen zu uns zu stoßen. Auch hier bitten wir um Anmeldung unter: dramaturgie.mk@kammerspiele.de

In Kooperation mit der Monacensia im Hildebrandhaus, mit freundlicher Unterstützung des Deutschen Theatermuseums.
  • Wir danken Wir danken Walter Hess, Traute Hoess, Lisa Jay Jescke, Marietta Piekenbrock und Janne und Klaus Weinzierl für Gespräche und Unterstützung im Zuge unserer Recherche.
Gala für Giehse

„Man darf nichts erstarren lassen“ • Eine Therese Giehse-Gala im gleichnamigen Theaterraum am feministischen Kampftag