MK:

Spielzeit 25/26

Liebes Publikum,

wir begrüßen Sie und euch herzlich zur Spielzeit 25/26 in den Münchner Kammerspielen – einem Ort der Neugier, des Nachdenkens, des Zusammenseins. Hier wollen wir zusammen Gegenwart und Zukunft künstlerisch verhandeln.

In dieser Saison geht es in unseren Stücken um viel, eigentlich um alles: um Krieg und Frieden, ums Vertriebenwerden und Am-richtigen-Platz-Sein, um Frauen* und Widerstand und natürlich – das steckt in allem, was wir tun – um Hoffnung und Liebe. Wenn wir sagen: Es geht um alles, meinen wir vor allem ein Wachwerden, den dringenden Aufruf, Widerstand zu leisten angesichts der Bedrohung von Demokratie, des Vergessens unserer Geschichte.

Die Vergegenwärtigung von Geschichte zieht sich deswegen als Faden durch unser Programm. Sie braucht es – wie wir finden – unbedingt, um in der Gegenwart überhaupt ankommen und sie verstehen zu können.

Wir wollen die Dimensionen von Auslöschung erforschen, die Kontinuität des Autoritären verstehen. Auch die noch nicht erzählten Schicksale von gestern sind wichtig für heute und morgen. Denn: Nur das, was erzählt wird, trägt zu unserer Sicht auf die Wirklichkeit bei.

Spielzeit 25/26
Premieren 25/26
14.5. Englische Übertitel Theatertreffen 2026
Wallenstein

7 Stunden Schiller, Krieg und Frieden: Guten Appetit! • Regie: Jan-Christoph Gockel • Ein Schlachtfest in sieben Gängen • Nach Friedrich Schiller

17.3. 24.4. 2.5. UA
Bevor ich es vergesse

Die Geschichte einer Versöhnung • Inszenierung, Fassung und Spiel: Wiebke Puls • Abschied vom Vater • Nach dem Roman von Anne Pauly

20.3. 21.3. + 3 UA Englische Übertitel
Wachse oder weiche

Ein Abend mit Raiffeisenbank, Riesenkürbis und Allgäublues • Regie und musikalische Leitung: Maxi Schafroth • Über die Faszination des Wachstums. • Eine Theater-, Kabarett-, Musik-Fusion mit Maximilian Schafroth

23.3. 24.3. UA Englische Übertitel
Zeit ohne Gefühle

Das Vergangene vergeht nicht • Regie: Christine Umpfenbach • Eine Erzählung aus Feldafing über uns alle von Lena Gorelik

19.3. 27.4. UA Englische Übertitel
Play Auerbach!

Der „Messias der Überlebenden“ – gründlich vergessen! • Regie: Sandra Strunz • Eine Münchner Erinnerungsrevue • Von Avishai Milstein

17.3. 26.3. + 3
Love me tender

Was würdest du riskieren, um frei zu sein? • Regie: Felicitas Brucker • Eine Grenzüberschreitung • Nach dem Roman von Constance Debré

5.4. 11.4. Englische Übertitel
Pinocchio

Kleine Puppe aus Pinienholz, wach auf! • Regie: Wu Tsang • Eine fantastische Abenteuerreise • von Moved by the Motion nach dem Roman von Carlo Collodi

19.3. 20.3. 3.5. UA Otto Falckenberg Schule
Anna, Mascha und Julia

Wilde Montage, bekannte Figuren, neue Show! • Regie: Lizzy Timmers • (K)ein Stück von Tschechow • Jahrgangsinszenierung der Otto Falckenberg Schule

22.3. 4.4. + 6
Meister und Margarita

Glauben Sie wenigstens an den Teufel! • Regie: Jette Steckel • Ein metaphysischer Thriller • Nach dem Roman von Michail Bulgakow • In einer Übersetzung von Alexandra Berlina

24.3. Premiere 27.3. + 9 UA
Wokey Wokey

Ein steiler Ritt auf der Backlash-Welle • Regie: Nora Abdel-Maksoud • Eine behind the scenes-Satire über die Verfilmung eines Weltbestsellers • Von Nora Abdel-Maksoud

München-Premiere 2.4. 12.4. + 4
Fräulein Else

„Aber ich war noch nie so vernünftig.“ • Regie: Leonie Böhm • Frei nach Arthur Schnitzler • von Leonie Böhm und Julia Riedler

Premiere 28.5. UA
Enjoy Schatz

Zwischen Künstlerin, Frau und Kunstfigur • Regie: Sarah Kohm • Von Jovana Reisinger

22.4. Premiere 26.4. + 5
Eurydike und Orpheus

Man wird ja wohl noch auf Unsterblichkeit hoffen dürfen • Regie: Anna Smolar • Musiktheater über die Hoffnung auf unsterbliche Liebe • Nach einem Libretto von Robert Bolesto mit Musik von Jan Duszyński

23.4. Premiere 25.4. 28.4. UA
Glitsch

Hallo, Körper! • Regie: Doris Uhlich • Alles im Fluss – ein neues Tanztheaterstück von Doris Uhlich

13.6.
Mein kleines Prachttier

In the name of Love • Regie: Leonie Böhm • nach dem Roman von Lucas Rijneveld • Aus dem Niederländischen von Helga van Beuningen

Museum of Human Hunting

Über die Jagd nach Menschen im Kontext der EU-Grenzpolitik • Konzept und Regie: Thomas Bellinck • Eine Audioinstallation von Thomas Bellinck

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Wohin jetzt?

„Wie kann man an einen Moment zurückkehren, den man nie verlassen hat?“

Oded Wolkstein

Was ist das?


Ein Programmschwerpunkt zur Kernfrage jüdischen Lebens „Wohin jetzt?“ in verschiedenen Zeiten: Von Oktober bis Dezember 2025 präsentieren wir zwei Uraufführungen jüdischer Autor*innen, dazu Filme, Diskussionen,
Lesungen und ein umfangreiches künstlerisches Vermittlungsprogramm für Schüler*innen.

Worum geht’s?


„Wohin jetzt?“ bezieht sich einerseits auf die Zeit direkt nach 1945, als Hunderttausende Juden*Jüdinnen sich entschieden, Deutschland (wieder) zu verlassen. „Wohin jetzt?“ bezieht sich aber auch ganz aktuell auf unsere Zeit – auf die Folgen des russischen Angriffskriegs auf die Ukraine, auf den 7. Oktober 2023 und auf den massiven Anstieg antisemitischer Vorfälle. „Wo sollen/können/wollen wir hin, wo ist ein lebenswertes Leben möglich?“ ist die Frage, die sich für Juden*Jüdinnen weltweit stellt – und der wir uns künstlerisch widmen.

Mit wem ist das?


„Wohin jetzt?“ wird kuratiert in Zusammenarbeit mit dem Institut für Neue Soziale Plastik und gemeinsam veranstaltet mit dem Jüdischen Museum München, der Monacensia, der Cinematheque Haifa und dem Institute for Hebrew Literature.

Programmschwerpunkt von Oktober bis Dezember 2025. Gefördert durch die Kulturstiftung des Bundes. Gefördert von der Beauftragten der Bundesregierung für Kultur und Medien.

MK forscht
Wohin jetzt?
23.3. 24.3. UA Englische Übertitel
Zeit ohne Gefühle

Das Vergangene vergeht nicht • Regie: Christine Umpfenbach • Eine Erzählung aus Feldafing über uns alle von Lena Gorelik

19.3. 27.4. UA Englische Übertitel
Play Auerbach!

Der „Messias der Überlebenden“ – gründlich vergessen! • Regie: Sandra Strunz • Eine Münchner Erinnerungsrevue • Von Avishai Milstein

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Weiter im Spielplan
Werkraum

Die Tür ist offen, die Herzen sind es auch – und zum Glück auch die Bar. Im dritten Stock des Blauen Hauses wartet der Werkraum und die TAMTAM Treppenbar auf Dich und Euch. Komm wie du bist und geh wann
du willst. Meistens bleibst du eh.

„Glam the Future“ Nachhaltigkeit im Werkraum:

Die Kammerspiele setzen sich kontinuierlich mit den Auswirkungen des Klimawandels auseinander. In der Spielzeit 2025/26 gehen wir im Werkraum noch einen Schritt weiter und erforschen, wie Theater nachhaltig und klimaneutral produziert werden kann. Nachhaltigkeit ist keine Bürde, sondern zukunftssichernde Notwendigkeit – und als solche wollen wir sie feiern! Deswegen wird der Werkraum im Laufe der Spielzeit klimaneutral.

Gefördert im Programm „Fonds Zero“ der Kulturstiftung des Bundes

Next Generation im Werkraum:

Der Werkraum ist Bühne und Labor der Jugendclubs und der Otto Falckenberg Schule – der Fachakademie für Schauspiel und Regie der Stadt München. In eigenen und professionell angeleiteten Arbeiten zeigt die kommende Generation, was die Zukunft fürs Theater bereithält.

MK forscht
4.4. 10.4. Werkraum
2x241 Titel doppelt so gut wie Martin Kippenberger

Gewinner des Heidelberger Stückemarktes inszenieren Abend zwischen Konzeptkunst und Theater • Jeder Zeit die Kunst, die sie verdient: Ein Abend zwischen Twitter-Ästhetik und Untergangsvision • Von Frankfurter Hauptschule

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Habibi Kiosk

Der Auftrag: Wir retten die Maximilianstraße!

Im Habibi Kiosk werden verdrängte Geschichten und Ideen von Münchner*innen und ihren Verbündeten zu Kunst, Begegnung und Teilhabe. Ein Ort, an dem durch künstlerische Kollaborationen neue Allianzen entstehen. Veranstaltungen – Konzerte, Gespräche und Workshops – sind hier stets kostenfrei.

Di – Fr 16:00 – 20:00 und bei Veranstaltungen geöffnet
Programm und Infos auf Instagram: @habibi_kiosk

MK forscht
MK: Musik

Musik im Theater sucht das erzählerische Potenzial von Musik. Heraus kommen internationale Konzerte, aber auch eigene Produktionen aus München.

Party Konzert Musik
EROBIQUE: Simply The Best

Stühle raus aus dem Schauspielhaus — die lebende Discokugel kommt in die Stadt!

Stehendes Publikum im Schauspielhaus während eines Konzertes.
MK forscht
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MK: JCOM

Orchestra in Residence

Seit vielen Jahren sind Konzerte des „Jewish Chamber Orchestra Munich“ ein fester Bestandteil unseres Spielplans. Auf kluge Art erkunden ihre Konzerte jüdisches Leben in Deutschland und darüber hinaus. Das von Daniel Grossmann geleitete Orchester holt hervor, was viel zu oft im Verborgenen bleibt. Das Zusammenspiel von Musik und Theater entfaltet hier ein enormes erzählerisches Potenzial.

Nun öffnen wir ein nächstes Kapitel unserer Zusammenarbeit: Das JCOM wird zum „Orchestra in Residence“ der Münchner Kammerspiele. Ab der kommenden Spielzeit finden alle seine München-Konzerte bei uns statt – mit Ausnahme des traditionellen Neujahrskonzerts. Wir freuen uns auf gemeinsame Produktionen und viele rauschende Konzertabende.

Musik
Die Tore von Sepharad

Die Geschichte der sephardischen Juden – ein dokumentarisches Musiktheater des Jewish Chamber Orchestra Munich • Empfohlen für Familien mit Kindern ab etwa 10 Jahren.

Das Jewish Chamber Orchestra Munich spielt auf der Bühne des Schauspielhauses.
Musik Wohin jetzt?
Die Goldberg-Variationen

Orchesterkonzert des Jewish Chamber Orchestra Munich

Das Jewish Chamber Orchestra Munich spielt auf der Bühne des Schauspielhauses.
UA Musik
Mendele Lohengrin
Ein Klezmer-Singspiel

An diesem Abend verbindet das Jewish Chamber Orchestra Munich Klezmer, Wagner und den Klang der Gegenwart. Mit dabei: ein charismatischer Schauspieler und eine mitreißende Sängerin

Das Jewish Chamber Orchestra Munich auf der Bühne des Schauspielhauses der Münchner Kammerspiele.
15.3. Musik
Béla Bartók: Herzog Blaubarts Burg

Das Jewish Chamber Orchestra Munich präsentiert eine Minimal-Oper

5.5. UA Musik
Paul Ben-Haim
Eine Konzert-Biographie

Orchesterkonzert des Jewish Chamber Orchestra Munich mit Werken von Paul Ben-Haim und Danielle Lurie (UA)

Weitere Termine in der Spielzeit 25/26

Das jüdische Italien 20.5.

Michel Friedman spricht mit:

Weitere Termine:

Aladin El-Mafaalani 27.2.

Der Philosoph, Publizist und Autor Michel Friedman ist und bleibt einer der schärfsten Beobachter unseres Zeitgeschehens. Seit der Spielzeit 2024/25 trifft er auf der Bühne des Schauspielhauses monatlich prominente Gäste zum Gespräch über zentrale Begriffe einer demokratischen Gesellschaft. In der Spielzeit 2025/26 führen wir die Gesprächsreihe fort. Seien Sie gespannt auf diese und weitere Gäste!

In Kooperation mit der Münchner Stadtbibliothek

Gastspiele
Gastspiel Spielart Festival
Die große Klassenrevue

Von Christiane Rösinger und HAU Hebbel am Ufer

MK: Mitmachen

Die Plattform zum Mitdenken, Mitreden und Mitmachen. Der Ort für Begegnungen, Kooperationen, künstlerische Auseinandersetzungen und spielerische Experimente. Die Einladung zu Führungen, Workshops, Theaterclubs, Gesprächen mit Künstler*innen und mehr. Kommt und macht mit!

Programm Mitmachen
MK: Mitmachen
All Abled Arts

Seit fünf Jahren ist Inklusion kein Zusatzprogramm, sondern Teil des Selbstverständnisses der Münchner Kammerspiele. Unser inklusives Ensemble wächst, probiert aus, stellt Fragen – und verändert dabei nachhaltig, wie Theater gemacht wird. Künstler*innen mit und ohne Beeinträchtigung arbeiten hier selbstverständlich zusammen. Nicht als Ausnahme. Sondern als Teil des Systems.

In einem kleinen Raum sitzen mehrere Leute, die bunt und extravagant gekleidet sind.
MK forscht

Ich will nicht dauernd Hilfe von anderen

Ich will viele Sachen alleine schaffen

Ob kleine oder große Augen das ist ganz egal

Jeder ist normal

Meine Augen sind besonders,
nicht gerade die besten

Aber sie leisten mir jeden Tag große Dienste.

Für mich ist meine Behinderung nicht das Wichtigste

Möchte trotzdem leben wie jemand der nicht behindert ist

Dass man sieht ist
ein großes Geschenk

manchmal sage ich aus Spaß:
es ist gut, wenn man nicht immer alles so deutlich sieht

Zum Beispiel wenn ich Theater spiele und mich auf der Bühne bewege.
Es passiert schon mal, dass ich eine Begrenzung nicht sehe und stürze.

Ich stehe gleich wieder auf und sage Alles in Ordnung auch wenn es etwas weh tut und ich mich ärgere.

Aber bei anderen geht auch mal was schief.

Oft fragen sie, was sie verbessern können

Ich denke dann gelegentlich
ich will so sein wie ihr
Aber jeder ist verschieden

Johanna Kappauf

Hallo, Abo!

Das Abo ist eine Einladung, immer wieder neu innovative Theaterkunst zu entdecken, inspirierende Abende zu verbringen, gemeinsam über die Wirklichkeit nachzudenken.

Alle Abo-Serien umfassen vier bis sechs Vorstellungen im Schauspielhaus mit Platzreservierung und Terminebekanntgabe für die ganze Spielzeit.

Hier finden Sie alle Abotermine.

Aufzeichnung der Pressekonferenz