AmA ohne Maske

Das imaginierte Porträt einer Schauspieler*in von sich selbst: Mit welcher Szene könnte es beginnen? Was sind wegweisende biografische und berufliche Momente, und was sagen sie über die Träume und Ziele eines sich neu bildenden Ensembles? Im Podcast „AmA ohne Maske“ erzählen die Schauspieler*innen der Münchner Kammerspiele von sich: von den Menschen, die das Theater in den nächsten Jahren prägen werden.

Konzept & Regie: Wiebke Puls
Tontechnik & Schnitt: Johann Jürgen Koch, Martin Sraier

(PS: Kennen Sie die Fotos unseres Ensembles?)


„…“

– Anne Müller


„Mir graut‘s so sehr vor dem Wort ‚Szene‘!“

– Gro Swantje Kohlhof


„Sie sagt: Du hast dit nich jenuch jewollt.“

– Vincent Redetzki


„Es gibt einen Topf mit lila Farbe, mit der ich gleich auf mein Kleid malen werde.“

– Leoni Schulz


„Du Tagträumer. Wach auf.“

– Komi Togbonou


„Die Kunst muss nicht aus Leid geboren werden. Es ist schön, sich auf die Arbeit zu freuen.“

– Zeynep Bozbay


„Wir kabbeln und kämpfen und kloppen uns, bis wir wie zwei zitternde Backfische am Boden liegen und wissen, dass das jetzt die größte Liebeserklärung ist.“

– Anna Gesa Raija Lappe


„Die alten Knacker warten immer noch auf Godot.“

– Walter Hess


„Es zerreißt mich, dass ich mit meiner pazifistischen Haltung den Weihnachtsabend zerstört habe.“

– Christian Löber

„Irgendwie habe ich gedacht, die Zuschauer würden doch wahrscheinlich aus Höflichkeit sofort weggucken. Und wenn nicht aus Höflichkeit, dann vielleicht aus Instinkt. Aber nee.“

– Annette Paulmann


„Was ich wirklich überhaupt nicht verstehen kann, ist, warum man mir noch nie angeboten hat, Hamlet zu spielen. Das wär ja mal was anderes.“

– Edith Saldanha


„Geschämt, geschämt, geschämt…. Nein. Ich kann mich nicht erinnern, mich schon mal geschämt zu haben.“

– Lucy Wilke


„Alles riecht nach Dolce & Gabbana und Versace und ich fühle mich wie ein Gaukler vor 600 Jahren. Ich habe mich verkauft an diesem Abend.“

– Bekim Latifi


Es werden viel zu wenig Fragen gestellt. Zu viele Meinungen, zu wenig Fragen. Das ist meine Meinung.

– Wiebke Puls


Dimdimdididimdimdididi Dimdimdididimdimdididi Dimdimdididimdimdididi. Das geht bestimmt zehn Minuten so.

– Jochen Noch


„Ich habe die Befürchtung, dass ich mit Schauspiel nicht die Welt verändern kann. Eigentlich will ich Diplomatin sein“.

– Nancy Mensah Offei


„Ich kann jetzt auch ganz gut mal ein paar Wochen ohne Vorstellungen oder Proben sein.“

– Sebastian Brandes


„Wenn ein Saal von 600 Personen mit Dir zu singen anfängt…. Das ist wirklich magisch.“

– Martin Weigel


„Das Spielen auf der Bühne ist für mich etwas unglaublich Sicheres. Es ist ein freier Fall und man stürzt und stürzt und fühlt sich dabei extrem sicher.“

– Katharina Bach


„Was ich nie wieder erleben will, ist Machtlosigkeit.“

– Johanna Eiworth


„Alle Zuschauer schauen nur noch auf die Fliege, und das ist dann das Spannendste an der ganzen Vorstellung.“

– Edmund Telgenkämper


„Ach, ich möchte so uneitel werden, dass ich einfach durch die Pforte auf die Bühne spaziere.“

– Thomas Hauser


„Manchmal denke ich, der Körper ist nur ein Klotz am Hirn.“

– Michael Pietsch


„Am Ende des zweiten Songs entschuldige ich mich bei dem Publikum. Alle schauen mich komisch an. Keiner hat was bemerkt.“

– Jelena Kuljić


„In diesem Applaus hat mitgeklungen: Das ist aber unter Niveau. Das war ja vielleicht lustig, aber das hier an den Kammerspielen – also, dass wir das erleben müssen!“

– Stefan Merki


„Meine Tierdarstellungen werden immer besser, seit ich mich diesbezüglich coachen lasse.“

– Julia Gräfner


„Eine Freundin sagt mir, dass man mit mir sehr gut langweilig sein kann. Ich möchte diese Qualität gern auf die Bühne bringen.“

– André Benndorff


„…und dann begreife ich, dass ich auf meinen Traum nicht verzichten kann und dann entscheide ich, es zu versuchen.

– Svetlana Belesova


„Ich denke nicht in Schubladen, weil ich selbst in keine Schublade passe.“

– Erwin Aljukić


„Das Leben ist wie von Zadek inszeniert, in seiner Glanzzeit.                               
So richtig…gut…schlimm.“

– Bernardo Arias Porras