THOMAS MEINECKE


Thomas Meinecke, geboren 1955 in Hamburg, ist ein deutscher Musiker, Autor und DJ. 1977 ging Meinecke zum Studium der Theaterwissenschaft, Neueren Deutschen Literatur und Kommunikationswissenschaft an die Ludwig-Maximilians-Universität München. In seiner Magisterarbeit befasste er sich 1982 mit Karl Philipp Moritz. Schon als Gymnasiast hatte sich Meinecke für Popkultur begeistert. 1978 gründete er mit Kommilitonen die Literaturzeitschrift Mode und Verzweiflung. 1980 entstand daraus die Band F.S.K. (Freiwillige Selbstkontrolle), die bis heute in fast gleicher Besetzung aktiv ist. In den 1980er Jahren schrieb Meinecke zeitweilig Kolumnen für Die Zeit und war kurzzeitig "Popredakteur" des Lifestylemagazins Wiener. Seit Mitte der 1990er Jahre ist er mehrfach als postmoderner Literat hervorgetreten, der durch eine ungewöhnliche, den musikalischen Experimentierfeldern ähnliche Schreibtechnik des Sampling auffällt. Er setzt sich mit verschiedenen Themen aus den vergangenen hundert Jahren Kulturgeschichte auseinander, u.a. mit Popkultur und -musik, der deutschen, jüdischen und afrikanischen Diaspora in den USA, und den Geschlechterrollen. Von April bis November 2005 war Meinecke Stipendiat des Literaturbüros Niedersachsen und verfasste dort die Netznotizen eines Zeitgenossen. Zu seinen bekannten Roman gehören: "The church of John F. Kennedy" (1996), "Hellblau" (2001), "Musik" (2004) und "Jungfrau" (2008). 1997 erhielt er den Rheingau Literatur Preis, 1998 den Kranichsteiner Literaturpreis und 2004 den Tukan-Preis der Stadt München.