Jack London, geboren 1876 in San Francisco als John Griffith Chaney, war ein US-amerikanischer Schriftsteller und Journalist. Bekannt wurde er vor allem durch seine Abenteuerromane Ruf der Wildnis (1903), Der Seewolf (1904) und Wolfsblut (1906).
London, der aus armen Verhältnissen stammt, holte nach einer Erfahrung als Robbenjäger auf hoher See in London sein Abitur nach. Vom Goldfieber erfasst, segelte er nach Kalifornien und erlangte bei seiner Rückkehr durch seine Tiergeschichten und Erzählungen vom harten Leben einfacher Menschen Berühmtheit. Er unternahm mehrere Seereisen, bevor er als Undercover-Reporter monatelang in einem Elendsviertel in London lebte und als Korrespondent im russisch-japanischen Krieg in Gefangenschaft geriet. 1910 zog er sich zurück und führte bis zu seinem Tod im Alter von 40 Jahren (1916) ein der industrialisierten, modernen Gesellschaft möglichst fernes, "natürliches" Leben. Ob er an einer Harnvergiftung starb oder sich selbst das Leben nahm, ist unklar - London litt in seinen letzten Jahren an Depressionen.