ANDREAS NEUMEISTER


Andreas Neumeister, geboren 1959 in Starnberg, ist ein deutscher Schriftsteller. Er studierte Ethnologie an der Universität München. Neumeister ist Vertreter einer Spielart der Popliteratur, die formal in der Nachfolge von Autoren wie Rolf Dieter Brinkmann steht und zudem neuere Entwicklungen wie die Rap Poetry verarbeitet. In seinen collagehaften Texten zeichnet Neumeister ein eigenwilliges Bild der deutschen Gegenwartsrealität. Sein Werk beinhaltet auch die Medienrezeption. In seinem Roman "Könnte Köln sein" (2008) beschreibt er Metropolen wie Berlin, Rom, Paris, New York oder Moskau und untersucht Machtspuren, die sich den umgebauten, verfallenden oder rundum erneuerten Gebäuden noch ablesen lassen. 1993 erhielt er den Afred-Döblin-Preis sowie 1996 den Bayerischen Förderpreis für Literatur. Zu seinen bekanntesten Werken gehören: "Äpfel vom Baum im Kies" (1988), "Ausdeutschen" (1994) und "Gut laut" (1998). Daneben hat Andreas Neumeister auch viele Hörspiele produziert; zuletzt realisiert er zusammen mit der Band Lali Puna "MYA - über die Zukunft des Kapitalismus war alles bekannt" (BR, 2010).