Marieluise Fleißer wurde 1901 in Ingolstadt als Tochter eines Eisenwarenhändlers geboren. Nach einer streng katholischen Erziehung im Regensburger Internat studierte sie Theaterwissenschaft in München. Mit ihrem zweiten Stück "Pioniere in Ingolstadt" provozierte Brecht 1929 in Berlin einen Theaterskandal, der für Fleißer fatale Folgen hatte: Ihr eigener Vater verhängte ihr Hausverbot, Ingolstadt strengte einen Prozeß gegen sie an, die Nationalsozialisten trieben sie in die Isolation. Erst in den fünfziger Jahren wurden ihre Stücke neu entdeckt und ihre literarische Arbeit gewürdigt.
An den Münchner Kammerspielen war von der Spielzeit 2001/2002 2003/2004 ihr Stück "Der starke Stamm" (Regie: Thomas Ostermeier) zu sehen. Außerdem war in der Zeit Doris Schade in Kerstin Spechts Monolog "Die Rückseite der Rechnungen" (Regie: Regina Wenig) über Marieluise Fleißer zu sehen.