Stadtraum: Bayern-Kaserne, 6. und 13. Juli 2012 jeweils im Anschluss an DIE PERSER gegen 22.00 Uhr im Foyer Halle 36
Regie: Karnik Gregorian, Anne-Isabelle Zils
Eine Lesung mit jugendlichen Flüchtlingen über ihre Beweggründe die Heimat zu verlassen, ihre Erfahrungen auf der Flucht, ihre Lebenssituation in Deutschland und die drohende Abschiebung in Drittländer oder ins Heimatland.
Texte und Lieder von und mit Nabi Heidari, Jassin Akhlaghi, Mehdi Khavari u.a.
ALS GÄSTE Benjamin Holtschke und Steven Scharf/ Edmund Telgenkämper MITARBEIT Sara Pfau
Auf dem Gelände der Bayern-Kaserne im Münchener Stadtteil Kieferngarten sind ca. 130 unbegleitete minderjährige Flüchtlinge in einem Erstaufnahmelager in Mehrbettzimmern ohne jegliche Privatsphäre untergebracht. Die Flüchtlinge kommen aus Ländern in denen Krieg und Armut herrschen und in denen Menschenrechte einen geringen Stellenwert haben. Ohne Familienmitglieder, ganz auf sich gestellt, haben sich die Jugendlichen auf die Flucht begeben.
Ein junger afghanischer Flüchtling führt durch den Abend, der die Flucht-geschichte von tausenden von Flüchtlingen in Stationen erzählt. In Liedern und selbsverfassten Texten geben die Jugendlichen ihr Lebensgefühl wieder, ihre Sehnsucht nach Frieden, Sicherheit und Anerkennung.
Erinnerst du dich an diesen Regentag, der sich ganz verkehrte?
Wo sind sie alle hin, die schönen farbenfrohen Erinnerungen?
Am Ende der Straße hast du noch einen Wunsch im Herzen.
Das fröhliche Kind von gestern ertrinkt in den Sorgen von heute.
Die Erinnerung an den Regen ist verloren.
Die Träume sind verloren. Regen, regen, regen, regen.
ACHTUNG!
DER VEREIN bordermonitoring.eu BITTET UM MEDIKAMENTEN-SPENDEN!!
Patra ist eine Hafenstadt in Griechenland, traditionell leben dort viele sans-papiers in informellen camps und in einer großen Fabrik-Ruinen an den Stadträndern. Von dort aus versuchen sie, versteckt in Lkws nach Italien zu gelangen, um von dort aus ihren Weg nach Europa fortzusetzen. Die Situation in ganz Griechenland hat sich in den Letzten Jahren zusehend verschlechtert, besonders in Patra. Die sans-papiers befinden sich in einem ständigen Zustand der Angst. Angst, von der Polizei oder den Faschisten geschlagen zu werden. Sieben von zehn Flüchtlingen werden täglich geschlagen. In Patra trifft man kaum einen Flüchtling der nicht verletzt ist. Zugang zu medizinischer Versorgung besteht kaum. Der Weg in die Stadt ist gefährlich und die Ärtzte dort behandeln nur die Minderjährigen. Das Infomobil (http://infomobile.w2eu.net) fährt in regelmäßigen Abständen in die Fabrik und die camps nach Patra um Medikamente zu verteilen. In der Fabrik leben ca. 600 sans-papiers, in ganz Patra mehr als 1000. Für all diese Menschen benötigen wir sehr viele Medikamente, die wir aber nicht haben.
Diese Medikamente und Materialien werden benötigt:
Dringend: Verbände, Pflaster, Kompressen, Betadine, Zahnschmerzmittel, Schmerzmittel, Voltaren.
Weniger dringend: Allergiemittel (Tabletten und was gegen Heuschnupfen), Antibiotika, Spray gegen Verbrennungen, Magentabletten (gegen Durchfall und bei Schmerzen/Verdauungsproblemen), Crème gegen Insektenstiche, Baldriantabletten oder andere pflanzliches Beruhigungsmittel.
Der gemeinnützige Verein bordermonitoring.eu wurde 2011 in München gegründet. Im Zentrum der Tätigkeiten des Vereins steht die Auseinandersetzung mit den Politiken, Praktiken und Ereignissen im europäischen Grenzregime und in den Bewegungen der Migration. Zu diesem Zweck kombiniert der Verein wissenschaftliche Forschung, politisches Engagement, kritische Öffentlichkeitsarbeit und konkrete Unterstützung für Flüchtlinge und MigrantInnen. Der Verein leistet damit einen Beitrag zur Veränderung der Realität an den Grenzen und ihrer Konsequenzen für die Gesellschaften in Europa.
Ihre Spenden können Sie im Rahmen der PERSER, im Raum von MEET THE NEIGHBOURS abgeben.