JOHN GABRIEL BORKMANN

von Henrik Ibsen
Schauspielhaus, 20. + 21. Mai 2009
Gastspiel von der Schaubühne am Lehniner Platz Berlin
Regie: Thomas Ostermeier

Deutsch von Marius von Mayenburg nach der Übersetzung von Sigurd Ibsen

Koproduktion mit dem europäischen Theaternetzwerk PROSPERO, dem Théâtre National de Bretagne (Rennes) und den Ruhrfestspielen Recklinghausen, mit Unterstützung des Kulturprogramms der Europäischen Union.

Bühne: Jan Pappelbaum
Kostüme: Nina Wetzel
Musik: Nils Ostendorf
Dramaturgie: Marius von Mayenburg
Licht: Erich Schneider

Mit: Josef Bierbichler, Kirsten Dene, Cathlen Gawlich, Felix Römer, Sebastian Schwarz, Elzemarieke De Vos, Angela Winkler

Seit der Bankier John Gabriel Borkmann aus dem Gefängnis entlassen wurde, hat er sein Zimmer im ersten Stock nicht mehr verlassen. Im Erdgeschoss lebt seine Frau Gunhild, die ihn hasst. Er hat sie wegen ihres Geldes geheiratet, aber in gewagten Transaktionen ihr gesamtes Vermögen zusammen mit dem Geld der Bankkunden verloren. Sie leben im Haus ihrer Zwillingsschwester Ella Rentheim, Borkmanns eigentlicher Liebe, die er aber aus wirtschaftlichen Erwägungen nicht geheiratet hat. Henrik Ibsen zeichnet das Porträt eines Machtmenschen, der fasziniert ist von der gestalterischen Kraft des Geldes. Die Aussicht auf eigenen Gewinn ist für ihn sekundär, er denkt im großen Stil und hat den Fortschritt der ganzen Menschheit im Blick. Dass er dabei über Leichen geht und auch die eigene Liebe
opfert, nimmt er in Kauf.

"In der Titelrolle überzeugt Josef Bierbichler als machtbesessener Mann, der auch nach dem finanziellen und emotionalen Absturz an seine Berufung glaubt. Angela Winkler und Kirsten Dene brillieren als ganz gegensätzliche Schwestern, deren Leben von Borkmann fremdbestimmt und zerstört wird." (Mitteldeutsche Zeitung)

Von der Schaubühne am Lehniner Platz Berlin waren bereits TOD EINES HANDLUNGSREISENDEN, HEDDA GABLER und NORA zu sehen.