DIE VÖGEL

nach Aristophanes
Werkraum, November 2011
Jahrgangsinszenierung des 3. Studienjahrs der Otto-Falckenberg-Schule | Regie: Julia Hölscher, Bühne und Kostüme: Susanne Scheerer, Musik: Erol Dizdar, Dramaturgie: Martin Hammer, Ton: Robert Beeskow, Georg Wörle
Mit: Helene Blechinger, Dan Glazer, Anika Herbst, Susanne Lemke, Ilja Rossbander, Sven Schelker, Anton Schneider, Johannes Sima, Regina Speiseder, Isabel Thierauch

Im Jahr 415 vor Christus wurden Aristophanes Vögel uraufgeführt. Die Handlung ist eine Erfolgsstory, die ihresgleichen sucht. Hoffnungslos verschuldet verlässt Peithetairos seine Heimatstadt Athen und wird kurzerhand zum Herrscher des Universums. Seine Methode: Zusammen mit den Vögeln erbaut er in dem Luftraum zwischen Himmel und Erde eine Stadt. Aus dieser strategisch hervorragenden Lage lassen sich sowohl die Götter als auch die Menschen beherrschen, denn das neu entstandene Vogelimperium blockiert den Durchzug sämtlicher Opferdämpfe von der Erde in den Olymp. Die Göttern werden ausgehungert, Zeus muss abdanken. Peithetairos Vogelreich ist die real existierende Utopie, ein glücklicher Zustand der Gesetzlosigkeit, in dem die Sonne ohne Unterlass zu scheinen beginnt. Und doch bleibt ein fahler Beigeschmack. Der Mensch, der in der Lage ist, durch seinen puren Willen alle Ereignisse in die Tat umzusetzen ist kein Mensch mehr, Bewusstsein ist nicht mehr möglich... Ist der Drang nach absoluter Freiheit am Ende nichts anderes die Sehnsucht nach dem Tod? Hup hup hup op op op, hup hup hup hup hup, Juhu, Juhu! Heran, heran, heran! Heran, ihr meine Mitgefiederten, Fliegt schleunig herbei auf meinen Ruf: Kommet, kommet, kommet, kommet! Kikkabau! Kikkabau! Toro toro toro torolililix!