FRANZ KAFKA


Franz Kafka ( 3. Juli 1883 - 3. Juni 1924) wurde als Sohn des wohlhabenden jüdischen Kaufmanns Herrmann Kafka und dessen Frau Julie, geborene Löwy, in Prag geboren.
Nach seinem Abitur fügte er sich dem Wunsch seines Vaters, studierte zunächst Chemie, wechselte dann zu Jura und schloss sein Studium im Jahre 1906 erfolgreich mit einer Promotion ab. Von 1908 - 1917 arbeitete er als Angestellter bei einer Versicherungsgesellschaft. Als Schriftsteller errang er 1912 erstmals mit seiner Erzählung "Das Urteil" Aufmerksamkeit und hielt erste öffentliche Lesungen. 1915 wurde er mit dem Fontane-Preis ausgezeichnet. 1917 erkrankte Kafka an Tuberkulose, was ihn dazu zwang, seine juristische Karriere ganz aufzugeben.
Seine heute weltweit bekannten Werke wurden zum größten Teil erst nach seinem Tod durch seinen Freund und Kollegen Max Brod veröffentlicht. Dies geschah entgegen Kafkas eigenen Willen, der verfügt hatte, seine sämtlichen Aufzeichnungen zu vernichten.
Zu Kafkas Hauptwerken zählen unter anderem "Der Prozeß", "Das Schloß" und "Der Verschollene". Zudem wurden zahlreiche Erzählungen, sowie der Briefwechsel mit Felice Bauer und Milena Jesenská veröffentlicht. Kafkas Texte sind teils fragmentarisch, was Raum für zahlreiche Interpretationen lässt.
Kafka starb 1924 im Alter von 40 Jahren in Kierling bei Wien.

Der Prozess (Autor)