MÄRCHENKÖNIG LUDWIG II


Werkraum, 17. Februar 2011

Ludwig II. von Bayern hatte sich mit dem vierzehnten Ludwig von Frankreich identifiziert, in schwer zugänglichen Gegenden kostspielige, prunkvolle Schlösser aufführen lassen, hatte abseitige Kunstideale mäzenatisch gefördert, sich dem Volk pharaonenhaft ferngehalten und gerade dadurch dieses Volkes schwärmerische Liebe erregt. Ein Märchenkönig. Eine Diva. Anlass für Spekulation und Spektakel in Literatur, Theater und Film. Im Vorgriff auf die Premiere von LUDWIG II. nach Luchino Visconti am 3. März sprechen die Dramaturgen Matthias Günther und Koen Tachelet mit Dr. Barbara Straumann und Dr. Barbara Kink über diesen schillernden Grenzgänger zwischen Mythos und Wirklichkeit.

Zu den Expertinnen:
Dr. Barbara Straumann studierte Anglistik und Germanistik in Zürich und St. Andrews, Schottland. Derzeit arbeitet sie als Senior Assistant for Literature im Englischen Departement der Universität Zürich. 2002 veröffentlichte sie gemeinsam mit Elisabeth Bronfen das Buch "Die Diva: Eine Geschichte der Bewunderung", in dem sich nicht nur Maria Callas und Marilyn Monroe, sondern auch Ludwig II. als Diva offenbart.

Dr. Barbara Kink studierte Geschichte, Germanistik und Politikwissenschaft an der LMU. Seit 2004 ist sie hier wissenschaftliche Mitarbeiterin am Lehrstuhl für Bayerische Geschichte. Neben ihren Forschungsschwerpunkten u.a. zur Geschichte des Adels und der Reformation umfasst ihr Aufgabengebiet aktuell ein Projekt zu König Ludwig II. und seiner Zeit.