Am letzten Wochenende im November beschäftigen wir uns mit den unterschiedlichsten Phänomenen der Armut. Armut ist zum beklagenswerten Bestandteil unserer Gesellschaft geworden. Längst ist es nicht mehr der Absturz einzelner, der die sozialen Sicherungssysteme, mal mehr mal weniger, beansprucht, sondern die strukturelle Krise unserer Gesellschaft findet ihren Ausdruck in der konsequenten Ausgrenzung der Menschen, die vom Reichtum der anderen abgeschnitten sind.
Wir erarbeiten für dieses Wochenende mit unserem Ensemble ein theatralisches Projekt. Es geht um unsere Angst vor der Armut, um die vielen Alten, die den Jungen das Fürchten lehren und um die paar Jungen, die sich manisch fit halten im Kampf gegen die Armut. Das Zauberwort ist Flexibilität. Aber Achtung, es droht Gefahr: Karoshi: Tod durch Überarbeitung!
Neben der Premiere des theatralischen Projektes zeigen wir an diesem Wochenende Filme über Menschen, die ihren Weg zurück in die Gesellschaft suchen, wir befragen Künstler, Politiker, Philosophen und Betroffene zu den Zuständen in unserem Land, wir lesen Texte und hören Musik von Leuten, die sonst nicht zur Sprache kommen, wir laden Trainer und Berater ein, die ganz sicher auch Ihrer Armut zu Leibe rücken werden.