von Henrik Ibsen
Schauspielhaus, Gastspiel Toneelgroep Amsterdam am 5./6. Juli 2012
Regie: Ivo van Hove, Bühne: Jan Versweyveld , Kostüme: Jan Versweyveld , Wim van Vliet, Dramaturgie: Bart Van den Eynde
Mit: Barry Atsma, Kitty Courbois, Jacob Derwig, Roeland Fernhout, Celia Nufaar, Frieda Pittoors, Halina Reijn, Karina Smulders
Eine Koproduktion der Toneelgroep Amsterdam und des Holland Festivals
Hedda Gabler ist eine moderne Frau, die ihr eigenes Leben führen möchte: wild und unverantwortlich, genauso wie die Männer in ihrer Umgebung. Nach einer heftigen Jugend mit zahllosen Liebhabern heiratet sie Jürgen Tesman, einen erfolgreichen Wissenschaftler. Sie ist fast dreißig, ihr Vater ist verstorben und ihr Geld ist alle. Es ist für beide eine Heirat ohne Liebe und mit viel Berechnung. Gelangweilt und frustriert träumt Hedda von der Welt da draußen und den wilden Feiern des Hausfreundes Brack.
Ivo van Hove und Jan Versweyveld inszenierten HEDDA GABLER im Herbst 2004 am New York Theatre Workshop. Die Vorstellung gewann vier renommierte „OBIE-Awards“ (Off Broadway Theatre Awards). Für das Holland Festival 2006 inszenierte Ivo van Hove ein Remake dieser Arbeit mit seinem Ensemble der Toneelgroep Amsterdam.
Ivo van Hove:
Ibsen ist nicht in erster Linie interessiert daran, spannende Geschichten zu schreiben. Er schreibt über seelische Krisen. Über Menschen, die einer erstickenden Monotonie entfliehen wollen. HEDDA GABLER ist eine fast wissenschaftliche Beschreibung eines unabwendbaren
Selbstmordes. Das Haus sieht zwar aus wie ein Haus, aber es ist ein Gefängnis, in dem die Figuren die Rollen untereinander wechseln: Bewacher werden Gefangene, Folterer werden Opfer. Keiner ist nur Zeuge, alle gehen auf in der Gefängnisexistenz.