GARDENIAPRESSESTIMMEN

nach einem Konzept von Vanessa Van Durme
Die transsexuelle Schauspielerin Vanessa van Durme, Grande Dame von Kopf bis Fuß, hat sechs Transvestiten, die sie seit langem kennt, für ein gemeinsames Theaterprojekt um sich versammelt. Für „Gardenia“ diente ein Dokumentarfilm über die Schließung eines Transvestiten-Cabarets in Barcelona als Vorlage. Alain Platel macht daraus eine Inszenierung von Momentaufnahmen in Tableaux vivants, die die Lebensstationen dieser neun Menschen im Zeitraffer markieren – keine Fiktion, alles wahr. Er zeigt die langsame Rückverwandlung der Anzuggestalten in ihr zweites, wahres Ich – in Frauen. Es sind dies scheue und gar nicht voyeuristische Bilder kleiner Randexistenzen, wie Platel sie liebt.
Süddeutsche Zeitung
Was hier laut wird, sind Bruchstücke von Hoffnungen und Wünschen, die, kaum gesagt, schon vergessen sind, zerstreut in alle Winde und zusammengehalten, wenn überhaupt, nur durch Musik.
Neue Zürcher Zeitung