William Shakespeare, 1564-1616 in Stratford-upon-Avon, ist der meistgespielte Dramatiker unserer Zeit. Nach seiner Erziehung an der Lateinschule Statfort arbeitete seit Ende der 89er Jahre als Schauspieler, übersiedelte um 1585 nach London, wo er als Regisseur, Dramaturg und Bühnenschriftsteller blieb. 1592 wurde er erstmals als erfolgreicher Dramatiker und Schauspieler erwähnt. Er schloß sich der Lord Chamberlain's Company an, war von 1597 an Mitinhaber des Globe-Theaters. Um 1610 kehrte er als angesehener, gutbegüterter Mann nach Stratfort zurück.
Die erste maßgebliche Gesamtausgabe von Shakespeares Werken ist die Folio-Ausgabe von 1623. Die Forschung unterscheidet heute drei dramatische Werkgruppen:
1. Historiendramen, z.B. "König Richard II." (1595), "König Heinrich IV." (1596/97).
2. Komödien und Romanzen, z.B. "Ein Sommernachtstraum" (1600), "Maß für Maß" (1603/04), "Der Sturm" (1611).
3. Tragödien, z.B. "Titus Andronicus" (1593), "Romeo und Julia" (1595/96), "Othello" (1603).
Über Shakespeares Person ist insgesamt wenig bekannt. Spekulationen gehen sogar soweit, Shakespeares Werk sei von einem anderen geschrieben, von seinem Kollegen Christopher Marlowe, der im gleichen Jahr wie Shakespeare geboren und unter ungeklärten Umständen ermordet worden ist, von dem gelehrten Francis Bacon oder von Edward De Vere, dem 17. Earl von Oxford.
An den Münchner Kammerspielen war in der Spielzeit 2001/2002 in der Jutierhalle Tom Lanoyes und Luk Percevals 12-stündige Aufführung "SCHLACHTEN!" zu sehen, das 1999 zur Besten Aufführung des Jahres gekürt wurde. Mit Shakespeares "Othello" (Regie: Luk Perceval) wurde im März 2003 das renovierte Schauspielhaus wiedereröffnet.