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DER STURM

von William Shakespeare
Schauspielhaus, 8. November 2007
Eingeladen zum Berliner Theatertreffen 2008
Regie: Stefan Pucher, Bühne: Barbara Ehnes, Kostüme: Annabelle Witt, Musik: Marcel Blatti, Video: Chris Kondek, Licht: Stephan Mariani, Dramaturgie: Matthias Günther
Mit: Peter Brombacher, René Dumont, Elinor Eidt, Walter Hess, Oliver Mallison, Stefan Merki, Bernd Moss, Hanna Plass, Wolfgang Pregler, Hildegard Schmahl, Thomas Schmauser, Katharina Marie Schubert, Anja Thiemann, Jörg Witte

In einer Bearbeitung von Stefan Pucher | Deutsch von Jens Roselt

DER STURM ist Shakespeares letztes Drama. Es erzählt die Geschichte von Prospero, der einst Herzog von Mailand war, nun entthront und aus der Heimat vertrieben mit seiner Tochter Miranda seit zwölf Jahren auf einer Südseeinsel lebt. Dort hält er sich den Eingeborenen Caliban, dem er Sprache und Schrift lehrte, zum Sklaven und beherrscht den Luftgeist Ariel dank seiner Autorität und Zauberkraft. Diese Zauberkraft entfacht im weiten Meer um die Insel einen Sturm, bei dem Alonso, König von Neapel, und Antonio, Herzog von Mailand, die einst Prospero aus Italien vertrieben, mit ihrem Gefolge Schiffbruch erleiden und auf der Südseeinsel stranden. Was nun folgt, ist ein ausgeklügelter Plan Prosperos, der die vergangenen und gegenwärtigen Schicksale der Überlebenden des Schiffsunglücks und der Inselbewohner verhandelt. Es ist ein Spiel, eine Art Verhaltenslabor, das im Zusammentreffen unterschiedlicher sozialer Gruppen und Typen einen Cultural Clash in Gang setzt. Prospero agiert wie ein Wissenschaftler, der mit Hilfe von schwarzer Magie, wie auch gesellschaftstheoretischen Erkenntnissen seine Allmacht unter Beweis stellt. Die Frage ist allerdings: Was existiert nur im Kopf Prosperos und wo ist die Grenze zwischen Gedankenwelt und Realität zu ziehen?