HOLZSCHLACHTEN. EIN STÜCK ARBEIT

Idee und Konzept: Josef Bierbichler
Schauspielhaus, Gastspiel am 7. Mai 2011
Gastspiel Schaubühne am Lehniner Platz Berlin
Ausstattung: Mira Voigt, Licht: Michael Gööck
Mit: Josef Bierbichler, Mona Seebohm

Basierend auf Interviews, die der Journalist Bruno Schirra mit dem KZ-Arzt Hans Münche führte, und Monologen des Schriftstellers Florian List

Ein älterer Mann bei der Arbeit. Er zerlegt Holzstämme, fachmännisch und sorgfältig. Die Mechanik der Arbeit, die Anstrengung bestimmen seinen Körper, setzen einen Rhythmus in Gang, in dem er zu sprechen beginnt. Von sich, von seiner Arbeit. Heute ist seine Arbeit das Zerlegen von Holz, früher war es das Umbringen von Menschen. Arbeit ist Arbeit, und wenn er sie macht, will er sie möglichst gut machen. Auch wenn es anstrengend ist - nach schwerer Arbeit schläft man gut. Ein anderer Mann, der nicht schlafen kann. Der sein Bett und seine Wohnung verlässt, um zu suchen, was ihn nicht schlafen lässt. Aber er findet nichts außerhalb, nur in der Erinnerung. Und er will wissen, ob es richtig ist, dass die Erinnerung ihn nicht zur Ruhe kommen lässt. Den alten Mann interessieren richtig und falsch nicht. Darum hat er seine Ruhe.