Anfahrt zur Bayern-Kaserne | Bitte gegebenenfalls warme Kleidung mitbringen, die Halle kann nicht beheizt werden!
Für ihr neues Stadtraumprojekt ziehen die Münchner Kammerspiele in die ehemalige Bayern-Kaserne in Freimann, die schon die Wehrmacht, die US-Army und die Bundeswehr beheimatet hat und aktuell noch als Flüchtlingsunterkunft dient. Mit einem Bürgerchor aus alten Deutschen und jungen Flüchtlingen aus dem Irak, Uganda und Bosnien und mit dem Ensemble der Kammerspiele inszeniert Johan Simons das älteste Theaterstück der Welt, das Drama des 'zoon politikon', der ohne Not und voll Hochmut sein Gemeinwesen aufs Spiel setzt. Mit seiner Empathie für die Besiegten, im Mitleiden der Griechen mit den geschlagenen Persern, stellt Aischylos jeden Expansionsdrang in Frage und ruft sich und sein Publikum zur Mäßigung auf.
Jeweils ab 17 Uhr: SALAMIS / CYCLING WARS / MEET THE NEIGHBOURS (TRIFF DIE NACHBARN) Führungen, Ausstellung und Gastronomie
Drei Stunden vor jeder Vorstellung der PERSER öffnen wir die Tore zu unserem Gelände in der ehemaligen Bayern-Kaserne. Wir laden unser Publikum ein, die Umgebung des Spielorts und des Stücks in Führungen, Begegnungen und Ausstellungen zu erkunden und/oder einfach mit uns zu essen und zu trinken (Café & Bar von der Speisemeisterei ALTES SCHULHAUS jeweils ab 17 Uhr). Der Schauspieler und Fotograf Stefan Hunstein zeigt in Halle 36 seine im Rahmen der PERSER entstandene Videoinstallation SALAMIS (jeweils ab 17 Uhr). Die Musiker Bülent Kullukcu und Asmir Sabic errichten mit CYCLING WARS eine Sound-Topographie auf dem gesamten Kasernen-Areal (jeweils um 17:30, 18:15 und 19 Uhr, Start am Meeting Point im Hof), und die Dokumentartheatermacher Anne-Isabelle Zils und Karnik Gregorian inszenieren in MEET THE NEIGHBOURS (TRIFF DIE NACHBARN): Treffen mit Unbegleiteten Minderjährigen Flüchtlingen, die seit Winter 2011 in der Bayern-Kaserne untergebracht sind (jeweils um 17:45 und 18:45 Uhr, Treffpunkt am Meeting Point im Hof).