Jossi Wieler, geboren 1951 in Kreuzlingen (Schweiz), studierte Regie an der Universität Tel Aviv und inszenierte am dortigen Habima Nationaltheater. Seine erste Inszenierung in Deutschland erarbeitete er 1982 am Düsseldorfer Schauspielhaus. 1983 wurde er Hausregisseur am Theater der Stadt Heidelberg, 1988 wechselte er ans Theater Basel (bis 1993). Darüber hinaus inszenierte er u. a. am Schauspiel Bonn, am Staatstheater Stuttgart, am Deutschen Schauspielhaus Hamburg, am Schauspielhaus Zürich und bei den Salzburger Festspielen, wo er 1998 mit Elfriede Jelineks Stück ER NICHT ALS ER erstmals zu Gast war. Zahlreiche seiner Inszenierungen wurden zum Berliner Theatertreffen eingeladen, so 2001 Euripides' ALKESTIS und 2004 Paul Claudels MITTAGSWENDE, beides Produktionen der Münchner Kammerspiele. Jossi Wieler gilt als Spezialist für die Texte von Elfriede Jelinek und führte im November 2008 mit der Uraufführung von RECHNITZ (DER WÜRGEENGEL) an den Münchner Kammerspielen bereits zum sechsten Mal bei einem Stück der Autorin Regie. Die Produktion wurde zu vielen europäischen Festivals eingeladen, mit dem Mülheimer Dramatikerpreis ausgezeichnet, erhielt den Nestroy Theaterpreis in der Kategorie Beste deutschsprachige Aufführung und wurde von der Zeitschrift Theater heute zum Stück des Jahres 2009 gekürt. Seit 1994 inszeniert Jossi Wieler im Team mit Sergio Morabito auch Opern. Sie arbeiteten international an Häusern in Amsterdam, Moskau, Lyon, San Francisco u.a. 2002 wurde Jossi Wieler der Konrad- Wolf- Preis der Akademie der Künste, 2005 der Deutsche Kritikerpreis verliehen. Jossi Wieler wird ab 2011 Intendant der Staatsoper Stuttgart.