Thomas Ostermeier

Thomas Ostermeier, geboren 1968 in Soltau, war nach seinem Regiestudium an der Hochschule für Schauspielkunst Ernst Busch Berlin von 1996 bis 1999 Künstlerischer Leiter und Regisseur an der Baracke am Deutschen Theater Berlin. Seine dortige Inszenierung „Messer in Hennen“ von David Harrower wurde 1997 mit dem von der Berliner Morgenpost vergebenen Friedrich-Luft-Preis als beste Berliner Theateraufführung ausgezeichnet. Gemeinsam mit der Inszenierung „Shoppen und Ficken“ von Mark Ravenhill wurde sie 1998 zum Berliner Theatertreffen eingeladen. Im selben Jahr zeichnete die Jury der Fachzeitschrift Theater heute die Baracke als Theater des Jahres aus. 1999 wurde Thomas Ostermeier beim MESS-Festival in Sarajewo zum Besten Jungen Regisseur gewählt. Seit 1999 gehört er zum künstlerischen Leitungsteam der Schaubühne am Lehniner Platz Berlin. 2000 erhielt er den Europäischen Theaterpreis Neue Theatrale Realitäten in Taormina und 2002 den von der Bank of Scotland vergebenen Herald-Angel-Award für die Inszenierung „The girl on the sofa“ beim Edinburgh Fringe Festival. Zudem war Thomas Ostermeier 2004 als Artist Associé in der Leitung des Festival d'Avignon. 2011 wurde er für sein Lebenswerk mit dem Goldenen Löwen der Biennale Venedig ausgezeichnet, 2012 erhielt er den Ehrenpreis des 18. Istanbul Theatre Festivals.

An den Münchner Kammerspielen inszenierte Thomas Ostermeier u.a. „Die Ehe der Maria Braun“ nach dem Film von Rainer Werner Fassbinder (Einladung zum Berliner Theatertreffen 2008) sowie „Susn“ (2009) von Herbert Achternbusch.