Ilse Ritter

Schauspieler_IN

Ilse Ritter, geboren 1944 in Rinteln bei Hannover, studierte von 1960 bis 1963 Schauspiel an der Hochschule für Musik und Theater in Hannover. Sie erhielt ihr erstes Engagement in Darmstadt, es folgten weitere u.a. in Stuttgart, Düsseldorf und Bochum. Sie spielte 20 Jahre am Deutschen Schauspielhaus Hamburg und war 15 Jahre lang auf Berliner Bühnen zu sehen, an der Schaubühne, an der Volksbühne und am Berliner Ensemble. Thomas Bernhard schrieb ihr und den SchauspielerInnen Kirsten Dene und Gert Voss ein eigenes Stück, „Ritter, Dene, Voss“, das 1986 unter der Regie von Claus Peymann bei den Salzburger Festspielen uraufgeführt, anschließend ins Repertoire des Wiener Burgtheaters aufgenommen und viele Jahre an verschiedenen Bühnen aufgeführt wurde. Sie arbeitete mit RegisseurInnen wie Hans Bauer, Luc Bondy, Frank Castorf, Thea Dorn, Klaus Michael Grüber, Jürgen Gosch, Matthias Hartmann, Armin Holz, Hans Kresnik, Christoph Marthaler, Hans Neuenfels, Claus Peymann, Olivier Py, Falk Richter, Peter Stein, Jossi Wieler, Wilfried Minks, Robert Wilson und Peter Zadek zusammen. 1985 und 1994 wurde sie von der Zeitschrift „Theater heute“ zur Schauspielerin des Jahres gewählt. Seit 1996 ist sie Mitglied der Freien Akademie der Künste Hamburg und seit 1998 Mitglied der Deutschen Akademie der Darstellenden Künste.

1969 spielte sie zum ersten Mal an den Münchner Kammerspielen, in Shakespeares „Liebes Leid und Lust (Verlorene Liebesmüh)“ unter der Regie von Paul Verhoeven. Zuletzt war sie an den Münchner Kammerspielen in „Wolken.Heim“ von Elfriede Jelinek in einer Inszenierung von Jossi Wieler zu sehen.